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WuppertalPressemeldung – 05.09.2013

Sven Drühl in der Von der Heydt-Kunsthalle

Caspar David Friedrich und Ferdinand Hodler in der Von der Heydt-Kunsthalle? Ja - aber in abstrahierter Form: Der Künstler Sven Drühl zitiert in seinen Arbeiten Bilder aus der Kunstgeschichte.

"Aneignungskunst" nennt es der Künstler selbst: Motive der Kunstgeschichte und auch der zeitgenössischen Kunst dienen ihm als Grundlage für seine abstrahierten Arbeiten. Landschaften, Architektur- oder Naturmotive werden bei ihm auf das Wesentliche reduziert und "auf Linie" gebracht.

 

Die Linie spielt in Drühls Werk eine entscheidende Rolle: Erst arbeitet er mit Silikon die Konturen eines Bildes heraus, erst danach kommt - meist in Gestalt von Lack - die Farbe ins Spiel. So entstehen ganz unterschiedliche Bilder, "Abstraktionen zweiter Ordnung", wie Drühl es selbst ausdrückt.

 

"Manche Vorbilder lassen sich erahnen", meint Museumsdirektor Dr. Gerhard Finckh, der den Künstler schon aus seinen Anfangsjahren kennt. So findet sich das Eismeermotiv von Caspar David Friedrich wieder oder ein Berg von Hodler. Anderes entsteht nach Fundstücken wie einer Fotografie aus einer Architekturzeitschrift: Ein Metallgebilde ähnlich einem Strommast in gestochen scharfem Schwarz mit gemaltem Wolken-Hintergrund.

 

"Bei Sven Drühl vereinen sich Farbe und Linie in den Bildern", sagt Finckh. Die Kunstwerke würden bei Drühl auf ihr Wesentliches reduziert und ließen in der Abstraktion Neues entstehen. Das zieht sich durch alle Schaffensbereiche: Ob in der schwarzen Serie "Undead", den fast weißen Bildern "Bastards", den Landschaftsbildern und den Architektur-Bildern.

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Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal
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