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Wuppertal / Pressemeldung – 09.02.2017

Neues Gebäude auf dem Campus Haspel eingeweiht

Nach fast dreijähriger Bauzeit ist auf dem Campus Haspel an der Friedrich-Engels-Allee, Ecke Pauluskirchstraße ein neues Seminar- und Bürogebäude entstanden.

In dem dreigeschossigen Gebäude HC mit rund 2.600 m2 Nutzfläche ist die Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen untergebracht. Nun wurde das neue Gebäude offiziell eingeweiht.
Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch, der die Gäste begrüßte, erinnerte daran, wie viel
Geduld den Nutzern und Verantwortlichen an der Bergischen Universität in Folge der
mehrfach verzögerten Fertigstellung abverlangt worden war. Doch, so Koch, „entschädigen
uns dafür die Ästhetik und Qualität des nun mehr übergebenen Gebäudes“. Der nun
einziehenden Fakultät und ihren Mitgliedern wünschte er viel Freude und Arbeitserfolg an
und in den neuen Räumlichkeiten.

Neuer Campus neben historischen Häusern

„Der Neubau rundet den Campus Haspel an seiner südöstlichen Ecke städtebaulich ab und
fügt sich in das Ensemble der denkmalgeschützten Haspel-Häuser sehr gut ein“, erklärt
Prof. Dr.-Ing. Felix Huber, Dekan der Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen.
Huber weiter: „Mit dem Gebäude können nun alle in der Stadt verteilten studentischen
Arbeitsräume an den Campus Haspel zurückgeholt werden. Der Neubau öffnet sich zur
Stadt hin und macht es den Wuppertalern möglich, ein wenig Universitätsbetrieb quasi im
Vorbeigehen mitzuerleben.“

Im Erdgeschoss befindet sich ein Hörsaal mit ca. 270 Sitzplätzen, der nach 25 Jahren den
„Ausweichort“ Pauluskirche ersetzt. Es gibt außerdem eine moderne Mensa sowie im
Kastanienhof die Möglichkeit für Außengastronomie im Sommer. Der Neubau bietet
darüber hinaus vielfältig nutzbare Ausstellungsflächen im Foyer.

Raum für Bauingenieure und Architekten

Im ersten Obergeschoss gibt es Seminar- und Büroräume sowie studentische
Arbeitsräume für die Bauingenieure. Dort ist auch das deutschlandweit an Universitäten
bisher einzigartige BIM-Labor (Building-Information-Modeling) zu finden, in dem
Studierende der Architektur und des Bauingenieurwesens künftig in dieser
Zukunftstechnologie integriert ausgebildet werden und Praktiker weitergebildet werden
sollen. Bei BIM handelt es sich um eine Methode, mit der alle Eigenschaften eines
Bauwerks digital modelliert werden können. Ebenfalls im 1. OG ist ein hochmodernes
Virtual-Reality-Labor, in dem man sich künftig in Gebäuden wird bewegen können, noch bevor diese baulich realisiert sind. Das zweite Obergeschoss beheimatet Seminar- und Büroräume sowie studentische Arbeitsräume für die Architekten.

Bauherr war der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB), die Planungen übernahm das Aachener Architekturbüro kadawittfeldarchitektur. Die Bauarbeiten begannen im April 2014. Die Fertigstellung war eigentlich für September 2015 geplant, wurde aber mehrfach durch den BLB verschoben. Die Baukosten betrugen laut BLB etwa 9,5 Millionen Euro.

Nachfolger der Baugewerkeschule

Nach 50 Jahren Nutzung war 2011 das alte Gebäude HC abgerissen worden. Es war 1966 in Betrieb genommen worden und gehörte von Anfang an zur Bauingenieurschule (hervorgegangen aus der alten Baugewerkeschule Barmen-Elberfeld), die dann in der Gesamthochschule Wuppertal (der späteren „Bergischen Universität – Gesamthochschule Wuppertal“) aufging. Dort befanden sich die Mensa, ein Veranstaltungsraum, der später als Bibliothek genutzt wurde, einige Architekturlehrstühle sowie zahlreiche Seminarräume.

Portal im Obergeschoss

Eine Besonderheit des alten Gebäudes war das kunstvolle Aluminiumguss-Eingangsportal, das 1966/67 von Prof. Guido Jendritzko (1925-2009) entworfen worden war. Neben seiner Tätigkeit als Künstler war Guido Jendritzko Professor der Werkkunstschule Wuppertal und anschließend bis 1990 Professor an der Bergischen Uni. Heute ist das Portal in der Kunstsammlung der Universität verzeichnet. Die alte Bronzetür wurde jetzt als Wandrelief im zweiten Obergeschoss von HC angebracht.

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