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Wuppertal / Pressemeldung – 06.03.2017

Stadt und Pro Familia begleiten Flüchtlingsfrauen

Neue Wege beschreiten Stadt und Pro Familia: Da die Nachfrage nach Hebammen bei Flüchtlingsfrauen wächst, möchten sie mit der Familienhebamme Unterstützung bieten. Dazu werden Spenden benötigt.

Ins neue Leben begleiten - so ist das Projekt des Ressorts Zuwanderung und Pro Familia überschrieben. Die
Flüchtlingsfrauen und deren Familien werden von der Schwangerschaft an über die Geburt bis zum ersten
Geburtstag des Kindes betreut, beraten und begleitet. Durch die Arbeit der Familienhebamme als
Lotsin soll ihre gesundheitliche Versorgung verbessert, ihre Integration gefördert und ihnen eine
Teilhabe am Leben in Wuppertal ermöglicht werden.

Gegenwärtig leben etwa 8.900 Flüchtlinge in Wuppertal, darunter eine wachsende Zahl junger Eltern und schwangerer Flüchtlingsfrauen. Bestehende Probleme sind:

  • Mangelnde Orientierung im hiesigen Gesundheits- und Versorgungssystem 
  • Fehlen entsprechender Deutschkenntnisse 
  • Fehlende soziale Strukturen, wie sie in den jeweiligen Heimatländern vorhanden sind 
  • Traumatische Erfahrungen in Form von Krieg oder sexualisierter Gewalt im Herkunftsland und/oder auf der Flucht

Mit dem Projekt „Die Familienhebamme unterstützt Flüchtlingsfrauen und -familien in Wuppertal“ möchte die pro familia Beratungsstelle Wuppertal diesem Bedarf und der wachsenden Nachfrage entsprechen.

Die kontinuierliche Beratung und Einzelbegleitung durch die Familienhebamme soll:

  • Entwicklungsbedingungen von Säuglingen und Kleinkindern verbessern
  • Erziehungskompetenzen der Eltern fördern und Überforderungssituationen minimieren bzw. vermeiden 
  • Familiensysteme stärken sowie Eskalationen und Fehlentwicklungen reduzieren 
  • Vertrautheit und Sicherheit im Umgang mit dem deutschen Versorgungs- und Gesellschaftssystem schaffen 
  • Gefühle der Selbstwirksamkeit bei den Frauen aktivieren und ihre Handlungssicherheit im Alltag stärken 
  • Fehlenden familiären und sozialen Rückhalt abmildern und zum Aufbau neuer Kontakte beitragen 
  • Integration und Teilhabe der Frauen und ihrer Familien ermöglichen

Die geplante Projektlaufzeit für die Begleitung durch die Familienhebamme beträgt
derzeit ein Jahr. Angesichts der besonderen Lebenslage von Flüchtlingen ist auch darüber
hinaus von einem erhöhten Betreuungsbedarf und einer daraus resultierenden erhöhten
Arbeitsintensität der Familienhebamme auszugehen. Für die Arbeit innerhalb des Projektes
werden dringend Spendengelder benötigt. Für die kommenden drei Monate wird jede Spende durch die Bethe Stiftung bis zu einer Höhe von 25.000 Euro verdoppelt.

Spendenkonto

Stadtsparkasse Wuppertal
IBAN DE15 3305 0000 0000 8228 58
BIC WUPSDE33XXX
Verwendungszweck:
Ins neue Leben begleiten

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