Inhalt anspringen

Wuppertal / Pressemeldung – 14.12.2018

Tanztheater stellt Spielplan vor

Arien, Palermo Palermo und Er nimmt sie an der Hand und führt sie in das Schloß, die anderen folgen: Diese drei Stücke von Pina Bausch bringt das Tanztheater im ersten Halbjahr 2019 in Wuppertal auf die Bühne.

Bettina Wagner-Bergelt, designierte Intendantin und Künstlerische Leiterin des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch, stellte den Spielplan für die Zeit von März bis Juli 2019 vor, im Beisein von Bettina Milz,  Referatsleiterin Theater und Tanz im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der Beiratsvorsitzenden und Bürgermeisterin Ursula Schulz, dem Kulturdezernenten Matthias Nocke und dem Künstlerischen Betriebsdirektor des Tanztheater, Robert Sturm.

Kulturdezernent Matthias Nocke begrüßte die Berufung von Bettina Wagner-Bergelt und Roger Christmann als wichtigen Schritt für die Zukunft und Neuaufstellung des Tanztheaters. „Mit Bettina Wagner-Bergelt konnte eine Persönlichkeit gewonnen werden, die mit dem Umgang mit Repertoire und Erbe ebenso vertraut ist wie mit der Entwicklung zukunftsweisender Spielzeit- und Festivalkonzepte sowie Vermittlungsformate“ so Nocke, „das ist eine wichtige Voraussetzung für die Vorbereitung des geplanten Pina Bausch Zentrums und die Sicherung eines lebendigen Repertoires.“ 

In der zweiten Hälfte seiner 45. Spielzeit, zehn Jahre nach Pina Bauschs Tod und im 10. Jahr der Gründung der Pina Bausch Foundation zeigt das Tanztheater in Wuppertal drei zentrale Stücke aus dem Werk von Pina Bausch. Palermo Palermo, Arien und als Höhepunkt der Spielzeit die Neueinstudierung von Er nimmt sie an der Hand und führt sie in das Schloß, die anderen folgen. Das Stück aus dem Jahr 1978, das 29 Jahre nicht mehr gespielt wurde und dessen Wiederaufnahme dem Ensemble seit 2015 ein Herzenswunsch war, gilt als ein ästhetischer Wendepunkt in Pina Bauschs frühen Arbeiten. Peter Zadek hatte Pina Bausch damals eingeladen, ihre Version von Shakespeares Macbeth zu entwickeln. Auf der Suche nach einer eigenen Bild- und Bewegungssprache begann Pina Bausch, ihren Darstellern assoziative Fragen zu stellen, eine Arbeitsweise, die für alle weiteren Stücke des Tanztheater Wuppertal prägend sein sollte.

Neben insgesamt 15 Aufführungen in Wuppertal bestreitet das Ensemble Gastspielreisen im Ausland mit 12 Aufführungen. So wird 1980 – Ein Stück von Pina Bausch in der Stadsschouwburg in Antwerpen zu sehen sein. Auf Einladung langjähriger Gastspielpartner in Paris und London tourt das Ensemble mit den beiden 2018 kreierten Stücken von Dimitris Papaioannou und Alan Lucien Øyen. 

Bettina Wagner-Bergelt setzt verstärkt den Fokus auf das Erbe von Pina Bausch, sowohl bezüglich der Entwicklung neuer Formate als auch im Hinblick auf partizipative Vermittlungsprojekte. „Ich sehe das großartige Ensemble mit verschiedenen Tänzergenerationen unterschiedlicher kultureller Herkunft und das umfassende Werk von Pina Bausch als Quelle, aus der wir schöpfen können, für die Bewahrung und Sicherung des Repertoires und die Entwicklung von Neuem“, erklärt die designierte Intendantin. „Zusammen mit den Tänzer*innen, einem erfahrenen Team und externen Partnern der internationalen Tanzszene werden wir das Werk lebendig halten und in enger Abstimmung mit der Pina Bausch Foundation neuen Generationen von Tänzer*innen und Zuschauer*innen den Zugang zu den Stücken vermitteln. Die Freude an Bewegung, Tanz und Theater zu befördern ist uns ein großes Anliegen.“ 

Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der stärkeren Verankerung des Ensembles in der Stadt und der Weiterentwicklung des Jugendprogramms sowie adäquater Formate und Angebote für die Kooperation mit Schulen und Hochschulen. Suchen & Finden, das Jugendprogramm des Tanztheater Wuppertal, wird in Zukunft wichtiger konstanter Bestandteil des Repertoires sein und inhaltlich auf die Stücke des Spielplans verweisen. Die im Rahmen der Jubiläumsspielzeit PINA40 entwickelte Workshopreihe Tanzen mit ... (Tänzer*innen und Gästen des Ensembles) wird fortgeführt werden. Auch da wird der Bezug und Zugang zu den Stücken von Pina Bausch eine größere Rolle spielen als bisher.

Die Sicherung eines lebendigen Repertoires setzt, so Wagner-Bergelt, „einen dramaturgisch fundierten Umgang mit dem Erbe und folglich die Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Pina Bausch Foundation voraus, sowohl im Hinblick auf Neukreationen eingeladener Künstler*innen und Gastchoreograph*innen, die sich mit dem reichen Schatz vorhandener Materialien auseinandersetzen um Neues zu schaffen -  ähnlich radikal und hinterfragend wie Pina Bausch - als auch im Sinne einer programmatischen Ausrichtung auf das geplante Pina Bausch Zentrum. 

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Ulli Weiss

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet.

Seite teilen