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Wuppertal / Pressemeldung – 16.07.2018

Wohl keine 100 Jahre Zeit

Vor nicht allzu langer Zeit sprach man bei Starkregenfällen von 100Jährigen Ereignissen also einer Katastrophe, die sich statistisch nur alle 100 Jahre ereignet. Mittlerweile wissen wir es leider besser, durch die Erderwärmung sind Phänomene wie plötzlich eintretender Starkregen keine seltenen Ereignisse mehr.

Deshalb werden solche Ereignisse, wie das schon lange bei Windstärken üblich ist, in Stärken von eins bis 12 angegeben. Der Starkregen am 29. Mai 2018 in Wuppertal hatte nach dieser neuen Einstufung die Stärke 11. Diese Umkehr der Bewertung zeigt, dass wir in Zukunft leider öfter mit solchen Ereignissen rechnen müssen.

Wuppertal hat schon vorgesorgt: Technische Bauwerke, wie die Talsperren am Oberlauf der Wupper und einige Hochwasserrückhaltebecken an kleineren Nebengewässern leisten bereits einen großen Beitrag zum Hochwasserschutz für unterhalb liegende Gebiete, insbesondere für Wuppertal.

Starkregenkarte wird erstellt

Die vielen im Zuge der Bebauung verrohrten Nebengewässer sind in das Regenwasser-Kanalnetz integriert. Die hiervon ausgehende Überflutungsgefahr wird im Rahmen der städtischen Entwässerungsplanung untersucht, da zunehmende Gefahr von extremen Starkregenereignissen droht.

Vorrangiges Augenmerk liegt dabei auf besonders gefährdeten Einrichtungen (Schulen, Krankenhäuser, usw.) und Infrastrukturen (z. B. Straßenunterführungen) im Stadtgebiet. Zurzeit arbeiten die Wuppertaler Stadtwerke an einer Starkregengefahrenkarte. Sie soll im Herbst 2018 vorliegen.

Eigentümer sind gefordert

Auch die Bürger können und müssen jetzt Vorsorge treffen. Dort wo Keller und Räume mit Regenwasser vollgelaufen sind, muss sich jeder Eigentümer die Frage stellen, ob es nicht alternative Orte zum lagern wichtiger Dinge gibt. Vor allem während und kurz nach einem Starkregenereignis sind viele Vorsichtsmaßnahmen zu berücksichtigen. Auch wenn eine Überschwemmung wie Regenwasser aussieht, so ist es doch auch immer mit Abwasser vermischt. Aufgeschwemmte Abwasserschächte sind ebenfalls nicht sichtbar und deshalb eine potenzielle Gefahr. Größte Vorsicht gilt bei allen Überschwemmungen in Zusammenhang mit elektrischen Leitungen und Geräten. Hier besteht Lebensgefahr.

Am Ende steht aber auch immer die Erkenntnis: Alle technischen Maßnahmen haben ihre Grenzen! In Extremsituationen kann es trotz baulicher Maßnahmen immer auch zu Überschwemmungen kommen.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Antje Zeis-Loi

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