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Wuppertal / Pressemeldung – 28.02.2019

Gespräch zur Langerfelder Trasse auf Einladung von OB Andreas Mucke

„Wir wollen die Langerfeld-Trasse als attraktiven Fuß- und Radweg gemeinsam möglich machen! Die Langerfeld-Trasse hat viel Potential, um den Radverkehr in unserer Stadt weiter zu fördern und attraktiv zu machen. Deshalb bedanke ich mich bei den Initiatoren der Projektidee für ihr Engagement", erklärte OB Andreas Mucke.

Initiatoren der Projektidee sind die Bezirksvertretungen Langerfeld/Beyenburg und Heckinghausen, der Verein Neue Ufer und die an der Trasse liegenden Unternehmen Vorwerk, Erfurt und 3M.
Um das weitere Vorgehen zu besprechen, hatte der Oberbürgermeister in der vergangenen Woche die Deutsche Bahn, den Vorstand des Vereins Neue Ufer und den Bezirksbürgermeister der BV Langerfeld-Beyenburg, Eberhard Hasenclever, zu einem Gespräch in das Rathaus eingeladen.

Zentrale Herausforderung, die es zu lösen gilt: Auf der vorgesehenen Radtrasse gibt es einen Tunnel, der im Eigentum der Bahn ist. Die Bahn will ihre Strecke modernisieren und den Begegnungsverkehr der Züge ermöglichen. Dazu werden zwei der drei vorhandenen Tunnel zusammengelegt und saniert. Mit dem dabei anfallenden Abraum, dem Gestein, das bei der Zusammenlegung übrig bleibt, will die Bahn den dritten, von ihr nicht mehr benötigten Tunnel verfüllen.

„Das wollen wir verhindern, denn mit dieser Tunnelverfüllung wäre die Langerfeld-Trasse nicht mehr realisierbar: Sie muss zwingend durch den Tunnel geführt werden“, betonte Mucke in der Runde. „Deshalb freue ich mich, dass die Bahn ihr Entgegenkommen signalisiert hat und eine Alternative möglich ist.“

Die entscheidende Frage ist, welche Kosten bei der Sanierung dieser Tunnelröhre für die Nutzung als Fuß- und Radweg entstehen. Dies soll durch einen Fachgutachter kurzfristig geklärt werden. Erst auf Grundlage belastbarer Zahlen kann die Entscheidung getroffen werden, ob eine Tunnelsanierung für den Radweg machbar ist. Dabei sorgt der Zeitplan der Bahn in einem aufwendig vorzubereitenden Planfeststellungsverfahren für Zeitdruck.

Bahn braucht Planungssicherheit

„Ich habe Verständnis dafür, dass die Bahn in den kommenden Wochen wissen will, ob sie mit oder ohne eine Verfüllung des nicht mehr benötigten Tunnels planen soll. Deshalb hat sich der Verein Neue Ufer bereits Gedanken darüber gemacht, welche alternativen Möglichkeiten es gibt, den Abraum zu verwenden und damit die Bahn von Kosten, die für die Verfüllung des Tunnels anfallen würden, zu entlasten. Die Bahn wird uns jetzt im Gegenzug kurzfristig bei der Vergabe des Gutachtens unterstützen“, so Oberbürgermeister Andreas Mucke.

Der Oberbürgermeister machte in dem Gespräch deutlich, dass im Haushalt der Stadt für das Projekt keine Mittel eingestellt sind. Offen ist auch noch die Frage der Förderung des Projektes. Je nach Förderprogramm variieren die Eigenanteile, die in diesem Fall der Verein Neue Ufer aufbringen will, zwischen 10 und 30 Prozent.

Zu klären ist außerdem der Aufwand für die dauerhafte Unterhaltung einer neuen Trasse. Baudezernent Frank Meyer verwies im Gespräch darauf, dass schon die Nordbahntrasse ohne zusätzliche Mittel in den ohnehin unzureichenden Etat für die bauliche Unterhaltung von Straßen und Wegen aufgenommen worden sei. Für zusätzliche Trassen müssten daher in jedem Fall auch zusätzliche Mittel für deren Unterhaltung sichergestellt werden.

„Die Bezirksvertretung Langerfeld-Beyenburg unterstützt die Planungen zum Bau der Langerfeld-Trasse ausdrücklich. Da eine Realisierung ohnehin erst ab 2024 ansteht, erwarten wir von der Verwaltung, dass sie Wege der Finanzierung, unter anderem durch entsprechende Fördermittel von Bund und Land, findet, so wie dies bei den anderen Trassen auch der Fall gewesen ist“, erklärte Bezirksbürgermeister Eberhard Hasenclever, der sich ausdrücklich der Forderung von Baudezernent Frank Meyer nach zusätzlichen Unterhaltungsmitteln für die Trassen anschloss.

„Auch wenn heute viele Fragen noch nicht geklärt werden konnten, so sind wir bei dem Gespräch sehr konstruktiv ein gutes Stück weiter gekommen. Dafür bedanke ich mich bei der Deutschen Bahn und dem Verein Neue Ufer. Die Langerfeld-Trasse als logische Verlängerung der Schwarzbachtrasse, die die Wuppertal Bewegung in eigener Regie bauen wird, würde rund 38.000 Menschen in Langerfeld, Beyenburg und Heckinghausen besser an den Radverkehr anbinden und hätte auch für die Unternehmen und die geplante 7. Gesamtschule am Standort des ehemaligen Art-Hotels große Vorteile. Deshalb wollen wir die offenen Punkte schnellstmöglich klären, um bald Planungssicherheit zu haben“, fasst Oberbürgermeister Andreas Mucke das Gespräch zusammen.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Antje ZeisLoi

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