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Wuppertal / Pressemeldung – 13.03.2019

Gebäudeschäden an mehreren Gebäuden in der Straße Beyeröhde im Stadtteil Langerfeld – Bewohner evakuiert

Das Risiko eines Gebäude-Einsturzes beschäftigt weiterhin Experten des Dezernates Altbergbau der Bezirksregierung Arnsberg und Spezialunternehmen in der Straße Beyeröhde im Wuppertaler Stadtteil Langerfeld. Circa 70 Bewohner wurden vorsorglich evakuiert und bei Bedarf durch den psychosozialen Dienst der Stadt betreut.

Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Bauamtes und des Technischen Hilfswerks sowie Experten des Geologischen Dienstes des Landes Nordrhein-Westfalen und der Bergischen Universität Wuppertal waren seit der Meldung der Schäden am Sonntag, 10. März,vor Ort und berieten über die Sicherung der Gebäude. Die Ursache für die Gebäudeschäden ist bisher unbekannt. Offenbar haben sich im Untergrund Hohlräume gebildet.

Zunächst war am späten Sonntagnachmittag ein Notruf von Bewohnern eines der Häuser in der Beyeröhde in der Feuerwehrleitstelle eingegangen. Sie hatten ein verdächtiges Knacken des Hauses gehört und dann Risse festgestellt. Bei der folgenden Überprüfung wurden weitere Schäden an Nachbargebäuden festgestellt. Insgesamt wurden acht Gebäude vorsorglich bis Sonntagabend, 10. März, evakuiert. Zwei Häuser konnten noch in der Nacht wieder freigegeben werden, ein weiteres am Dienstag, 12. März.


Der betroffene Bereich wurde durch Polizei und Ordnungsamt gesperrt. Dort abgestellte Pkw wurden vorsorglich auf den Rewe-Parkplatz in der Nähe abgeschleppt. Umleitungen sind ausgeschildert. Die Ehrenberger Straße wird für die Dauer der Sperrungen in beide Richtungen befahrbar sein.

Für Nachfragen evakuierter Bewohner hat die Stadt die Telefonnummer 563-66 60 eingerichtet. Außerdem wurde ein Büro im Quartier geöffnet, das in dieser Woche täglich von 8 bis 16 Uhr zur Beratung der Betroffenen mit Mitarbeiterinnen des Sozialdienstes und weiterer Stellen besetzt ist.

Der Krisenstab der Stadt trat am frühen Sonntagabend zusammen und tagte auch am Montag und Dienstag, um alle notwendigen Schritte zügig einzuleiten. Oberbürgermeister Andreas Mucke war während des Evakuierungseinsatzes mehrfach vor Ort, um sich persönlich ein Bild von der Situation zu machen und den Betroffenen Unterstützung anzubieten. Inzwischen hat eine operative Arbeitsgruppe die Abstimmung aller Arbeiten übernommen.

 

Vermutlich Bergschäden: Bergbehörde übernimmt die Untersuchung und Sicherung

Experten der Bergbehörde der Bezirksregierung Arnsberg sind seit  Montag, 11. März, in Wuppertal damit befasst, die vermuteten Hohlräume unter den Gebäuden in der Beyeröhde zu erkunden und möglichst bald mit der Sicherung des Bereiches zu beginnen. Ein anerkannter Sachverständiger leitet die Arbeiten spezialisierter Fachfirmen, die mit Hilfe von Bohrungen, seismischen Untersuchungen, Georadar und Kamerabefahrungen zunächst einen Grobüberblick gewinnen wollen. Die Experten gehen davon aus, dass die Schäden an den Gebäuden durch Bergbau-Altlasten im Untergrund entstanden sind, die wiederum durch massiven Wasserzufluss am Wochenende instabil geworden sind. Entgegen zunächst anderslautender Aussagen gab es Anzeichen für einen Wasserrohrbruch, der bereits seit Samstag bestand und das Absacken des Grundes ausgelöst haben könnte. Mit ersten Ergebnissen der Untersuchungen rechnen die Experten in den nächsten Tagen. Die Sicherung des gesamten Bereiches wird voraussichtlich Monate in Anspruch nehmen.

Die Bezirksregierung Arnsberg ist die für ganz Nordrhein-Westfalen zuständige Bergbehörde.

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Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal

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