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Wuppertal / Pressemeldung – 28.11.2019

Aktionsbündnis: Ein gemeinsamer Altschuldenfonds rückt näher

Das Aktionsbündnis "Für die Würde unserer Städte" wertet Signale aus Berlin positiv und hofft, dass die solidarische Hilfe von Bund, Ländern und Kommunen greift.

Seit zehn Jahren kämpft das parteiübergreifende Aktionsbündnis "Für die Würde unserer Städte" für 70 hochverschuldete Kommunen aus acht Bundesländern mit mehr als neun Millionen Einwohnern dafür, dass Bund, betroffene Länder und betroffene Städte, Gemeinden und Kreise einen Weg zur gemeinsamen, langfristigen Tilgung der kommunalen Liquiditätskredite finden. Jetzt scheint der Erfolg endlich näher zu rücken. Diesen Eindruck vermittelte eine Diskussionsrunde in Berlin, zu der die nordrhein-westfälische Kommunalministerin Ina Scharrenbach in die dortige NRW-Landesvertretung eingeladen hatte.

Der Wuppertaler Stadtdirektor und Stadtkämmerer Dr. Johannes Slawig zeigte sich als einer der Sprecher des Aktionsbündnisses ermutigt: "Das für unsere Bürger völlig unverständliche bisherige politische Schwarze-Peter-Spiel zwischen Bund, Ländern und Kommunen über die Mitverantwortung für die Altschulden, die zum größten Teil eine Folge von Gesetzen zu Lasten der Kommunen sind, ist gestoppt. Wir wissen jetzt um die klare Bereitschaft des Bundesfinanzministers, dass der Bund die Hälfte der von den Kommunen aufgenommenen Liquiditätskredite von bis zu 40 Milliarden Euro übernimmt und Nordrhein-Westfalen einen eigenen Beitrag dazu leisten und aktiv für den von der Bundesregierung geforderten "nationalen Konsens" werben wird. Am Ende der weiteren Verhandlungen kann das ein Musterbeispiel für solidarisches politisches Handeln zur Wiederherstellung der vom Grundgesetz postulierten Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse sein. Darum ringt unser Aktionsbündnis seit 2009. Wir beteiligen uns gern aktiv an den angekündigten konkreten weiteren Arbeitsgesprächen."

Die von NRW-Ministerin Scharrenbach moderierte Diskussionsrunde wurde von Bundes-, Landes- und Kommunalpolitikern aus vielen Kommunen verfolgt. Die dringende Notwendigkeit zur nachhaltigen Lösung sei von allen Podiumsteilnehmern unterstrichen worden, so Slawig. Zu den Teilnehmern auf dem Podium gehörten Ministerin Ina Scharrenbach, Staatssekretär Werner Gatzer aus dem Bundesfinanzministerium, die Stellvertretenden Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Städtetages, Verena Göppert, die Finanzwissenschaftler Prof. Martin Junkernheinrich (Kaiserslautern) und Prof. Jens Südekum (Düsseldorf), der Oberbürgermeister von St. Ingbert, Prof. Ulli Meyer, und Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig.

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