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Wuppertal / Pressemeldung – 17.10.2019

Neue Pläne für das Historische Zentrum

Es soll ein Null-Energie-Bau werden, hell, mit viel Glas und intelligentem Sonnenschutz, dabei funktional und auch noch bezahlbar: Das städtische Gebäudemanagement (GMW) hat einen neuen Entwurf für den Verbindungsbau des Historischen Zentrums vorgelegt.

Mit dieser neuen Planung soll das gemeinsame Entree für das Engelshaus und das Museum für Frühindustrialisierung nun im Kostenrahmen realisiert werden.

Nötig geworden waren die Neuplanungen aufgrund der Kostensteigerungen am Bau. Oberbürgermeister Andreas Mucke ist begeistert von dem neuen Entwurf: „Das GMW hat sich mit seinen kreativen Kolleginnen und Kollegen Gedanken gemacht, und dabei ist diese tolle Lösung herausgekommen. Der neue Entwurf für das Museumsfoyer trägt und inszeniert das Gebäude-Ensemble, ohne sich selbst in den Vordergrund zu stellen. Unser Historisches Zentrum wird dadurch insgesamt aufgewertet und mehr Besucher anziehen. Und: Die Kosten bleiben im Rahmen!“

Funktional nutzbar zum Ende des Engelsjahres

Der neue Entwurf ist auch schon dem Wirtschaftsministerium vorgestellt worden, das den Bau mit 4,7 Millionen Euro unterstützt. „Wir haben zu den Planungsskizzen dort positive Rückmeldungen bekommen“, sagt Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig. Er rechnet Anfang 2020 mit einem Änderungsbescheid des Landes. „Mit diesem Entwurf bleiben wir zudem in dem Kostenrahmen, den der Rat beschlossen hat.“ 5,3 Millionen sind als städtischer Anteil eingeplant.

Eine Erleichterung auch für den Kulturdezernenten: „Damit haben wir zum Ende des Engelsjahres eine neue, moderne Eingangssituation für das Historische Zentrum“, erklärt Matthias Nocke. So stehe der neuen Präsentation der Dauerausstellung, die ebenfalls vom Land gefördert wird, nichts mehr im Wege. Auch Museumsdirektor Dr. Lars Bluma begrüßt den neuen Entwurf – sowohl von der Funktionalität als auch von der Ästhetik.

Luftig und transparent

Für das Gebäudemanagement macht dessen Chef Dr. Hans Uwe Flunkert deutlich, wie sich die Baukosten in den vergangenen Jahren entwickelt haben: „Eine wahre Springflut: Steigerungen von bis zu acht Prozent pro Jahr!“ So habe man die Notbremse ziehen müssen, um die Kosten nicht aus dem Ruder laufen zu lassen.

Der neue Entwurf sieht vor, die Baukonstruktion an vielen Stellen zu vereinfachen. So wird die Gründung weniger aufwendig, da das neue Gebäude nicht direkt an die historischen Nachbarn herangebaut wird und keine aufwendigen Sicherungen der Fundamente nötig sind. Stattdessen wird der Verbindungsbau mit verglasten Stegen mit Engelshaus und Museum für Frühindustrialisierung verbunden. Außerdem bekommt er drei Geschosse, auf die die Funktionalitäten verteilt werden. So ist beispielsweise das Foyer vom Veranstaltungsbereich getrennt – was möglich macht, dass beides gleichzeitig genutzt werden kann. „Das Gebäude wird mit seinem luftigen Foyer eine große Transparenz haben und Einblicke in die historischen Museumsbauten bieten“, erklärt GMW-Architektin Stefanie Hentrich.

Null Energie und Gründach

Energietechnisch wird das neue Entree auf dem aktuellsten Stand sein: Mit intelligentem, von außen installiertem transparentem Sonnenschutz aus Metallgewebe, mit einem Gründach und höchster Energieeffizienz. Außerdem wird es in jeder Hinsicht barrierefrei – mit Rampe, Aufzug und einem Leitsystem für Sehbehinderte.

Der Neubau wird zum Beginn des Engelsjahres noch nicht fertiggestellt sein, es werden wohl aber Treppenhaus, Aufzug und Toiletten zur Verfügung stehen, um die Erschließung für Engelshaus und Museum sicherzustellen.

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Bildnachweise

  • © medienzentrum wuppertal

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