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Wuppertal / Pressemeldung – 28.10.2019

Erfolgsgeschichte Okavango: Vorzeigeprojekt in Sachen Inklusion

Oberbürgermeister Andreas Mucke hatte anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Zoo-Gastronomie Okavango seine wöchentliche Pressekonferenz ins Zoo-Restaurant am Elefantengehege verlegt.

„Wir haben hier eine Erfolgsgeschichte gleich in mehrfacher Hinsicht: Den Besuchern unseres Grünen Zoos wird jetzt eine tolle und passende Gastronomie geboten. Gleichzeitig ist die Bewirtung des `Okavango ´ ein Vorzeigeprojekt in Sachen Inklusion“, erklärt Oberbürgermeister Andreas Mucke und fügt hinzu: „Wir haben allen Grund, auf die gute Zusammenarbeit für dieses Projekt stolz zu sein. Ich möchte allen Beteiligten danken und zur Nachahmung ermuntern."

Was für ein Restaurant braucht ein Zoo? Mit dieser Frage beschäftigten sich Mitarbeiter der Stadt in den Jahren nach 2011. „Die Gastronomie muss so attraktiv sein wie der Zoo“, fand Zoo-Direktor Dr. Arne Lawrenz. Deshalb suchte er einen qualitativ hochwertigen Pächter. Passend zum Grünen Zoo sollte dieser auch nachhaltig agieren.

Uwe Flunkert, Leiter des städtischen Gebäudemanagements, besuchte Zoos in ganz NRW und guckte sich deren Gastronomie an. Sein Fazit: Ein Restaurant muss in der Mitte des Zoos liegen, nach rund zwei Dritteln der Strecke. Denn dann bekommen die Zoobesucher Hunger und Durst oder zumindest Lust auf ein Eis. Die Überlegungen, wo in Wuppertal der beste Punkt dafür sei, führten schnell zu den Elefanten: „Die sind einen großen Teil des Tages draußen“ - das war für Uwe Flunkert der entscheidende Punkt. Aus dem erwarteten Umsatz des Restaurants berechnete er eine Pacht und daraus wiederum die zur Verfügung stehenden Baukosten von 1,7 Millionen Euro.

Von der großen Dachterrasse des Okavango haben die Besucher heute beste Sicht auf die Elefantenherde. Das auf Stelzen gebaute Gebäude passte Architekt Antonio Quintiliani an den Zoo an: Es ähnelt mit seiner hölzernen Außenhaut und den langgezogenen, flachen Fenstern einer Tier-Beobachtungsstation. 70 Sitzplätze gibt es innen, weitere 280 draußen.

Für die CULINARIA war es eine Frage der Ehre, sich für die Zoo-Gastronomie zu bewerben. Von vorneherein war auch proviel mit im Boot. „Die Zusammenarbeit funktioniert hervorragend“, sagt Vivien Köhn, Geschäftsführerin der CULINARIA. Mitarbeiter von proviel und CULINARIA arbeiten jetzt Seite an Seite in der Küche und profitieren voneinander. „Das ist der coolste Arbeitsplatz der Welt“, findet etwa eine proviel-Mitarbeiterin.

„Für unsere Mitarbeiter bietet das Okavango eine gute Möglichkeit, aus dem geschützten Rahmen der Werkstatt herauszutreten“, freut sich proviel-Geschäftsführer Christoph Nieder. Die vielfältigen Aufgaben in Küche und Service können für manche proviel-Mitarbeiter einen ersten Schritt in Richtung des allgemeinen Arbeitsmarktes darstellen. Eine proviel-Mitarbeiterin hat bereits einen Anstellungsvertrag bei CULINARIA bekommen. Diese Kooperation war auch für Arne Lawrenz ein wichtiger Punkt für den Zuschlag. „Wir sind stolz darauf, dass wir die Integration im Zoo fördern.“ Auch die Wäsche bringt proviel täglich frisch zum Okavango.

Bei den Gerichten sind zwar Bratwurst (bisher 300 000 Stück) und Pommes (bisher 112 Tonnen) nach wie vor der Renner im Okavango. Doch mit Kreationen wie dem Okavango-Topf mit Kochbanane und roten Bohnen oder Fish and Chips richtet sich das Okavango auch an anspruchsvollere Gäste. Serviert wird all das umweltfreundlich in Schalen aus Palmblättern mit Holzgäbelchen und Bechern aus Maisstärke.

Ein Problem an sonnigen Sonntagen sind jedoch die beengten Verhältnisse sowohl in der Küche als auch an der Essensausgabe. Wenn sehr viele Besucher gleichzeitig Eis, Getränke und Essen kaufen wollen, entstehen oft Warteschlangen. „Unsere Idee ist deshalb ein Okavango-Dorf“, erklärt Vivien Köhn. Dann könnten im gemütlichen Rund getrennte Buden für Pommes, Eis und Getränke stehen. Ins Okavango selbst würden nur noch Gäste kommen, die aufwändigere Gerichte bestellen wollen. „So müssen alle kürzer warten und freuen sich.“ Bei schlechtem Wetter hingegen bleiben die Buden einfach geschlossen. Einen solchen Holzstand für Bratwürste und Waffeln gibt es bereits im Tigertal neben dem Kiosk des Zoo-Vereins. „Das funktioniert sehr gut“, sagt Vivien Köhn. Wer das besondere Flair sucht, kann Firmen- oder Familienfeiern auch nach Schließung des Zoos exklusiv im Okavango ausrichten. In den fünf Jahren hat sich das Okavango jedenfalls gut etabliert im Zoo. „Wir sind extrem zufrieden mit dem Okavango“, lobt Arne Lawrenz. „Der Ort ist ideal.“

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