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Wuppertal / Pressemeldung – 06.09.2019

Runder Tisch Zukunftsfähige Mobilität hat getagt

Bereits zum vierten Mal kamen die Mitglieder des Runden Tisches Zukunftsfähige Mobilität auf Einladung von Oberbürgermeister Andreas Mucke im Rathaus zusammen. Der Runde Tisch wurde im Jahr 2017 gegründet.

„Mir ist es wichtig, die Verkehrswende zu einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Mobilität zügig voran zu treiben. Dabei müssen alle Beteiligte gemeinsam an einem Tisch Lösungsmöglichkeiten diskutieren und voranbringen. Deshalb habe ich vor einiger Zeit den Runden Tisch Zukunftsfähige Mobilität initiiert“, so Oberbürgermeister Andreas Mucke.

Beim vergangenen Treffen standen unter anderem die Themen „Luftreinhalteplan“, „Radverkehrskonzept“, „Autonomes Fahren“ und „Elektromobilität“ auf der Tagesordnung.

„Wir tun seit vielen Jahren eine ganze Menge dafür, um die Luftqualität zu verbessern, um die Gesundheit der Menschen zu schützen und um  Dieselfahrverbote zu verhindern. Denn Fahrverbote treffen die Falschen. Im Übrigen sind Fahrverbote nicht zielführend, weil sie kaum kontrollierbar sind. Sie führen auch dazu, dass sich die Autofahrer andere – meist längere – Ausweichrouten suchen und damit die Luftbelastung insgesamt überhaupt nicht reduziert wird“, erläutert Oberbürgermeister Mucke.

Der Oberbürgermeister sieht weiterhin die Automobilindustrie als Verursacher in der Pflicht, für ihr Handeln einzustehen und die manipulierten Dieselfahrzeuge umzutauschen. Hierzu ist die Bundesregierung gefordert, endlich entschieden durchzugreifen.

„Wir in Wuppertal nehmen unsere Verantwortung ernst, um zur Verbesserung der Luftqualität beizutragen und damit die Gesundheit der Menschen zu schützen. Wir setzen dabei auf intelligente, nachhaltige Lösungen. Dazu gehören zum Beispiel die Optimierung der Grünen Welle zur Verflüssigung des Verkehrs und das Angebot einer Park-App, mit der freie Parkplätze im Innenstadtbereich auf dem Handy angezeigt werden und daher lange Suchfahrten entfallen. Darüber hinaus werden wir Lieferverkehre innerhalb des Stadtgebietes optimieren und die Zufahrten für Transportfahrzeuge bei hoher Schadstoffbelastung in die Innenstadtbereiche einschränken.“

„Für die Umsetzung all dieser Projekte haben wir vom Bund Fördermittel in Höhe von 1,9 Millionen Euro erhalten und sind ausdrücklich als Vorbild innovativer Lösungen genannt worden“, so Oberbürgermeister Mucke.

Keine Fahrverbote

Der Vertreter der Bezirksregierung bestätigte, dass der Luftreinhalteplan im kommenden Jahr fertig gestellt werde. Er wird weitere Maßnahmen zur Schadstoffreduzierung enthalten. "Die Bezirksregierung hat auch bestätigt, dass nach ihren Erkenntnissen in Wuppertal keine Fahrverbote drohen. Dies ist eine sehr gute Nachricht“, so der Oberbürgermeister.

Weiteres Thema des Runden Tisches war das Radverkehrskonzept: „Der Rat der Stadt hat das Radverkehrskonzept am 11. Juli verabschiedet. Es stellt eine sehr gute Bestandsaufnahme mit einer Fülle von Maßnahmen dar. Diese werden wir jetzt priorisieren und legen dem Rat ein Maßnahmenpaket vor, das darstellt, welche Initiativen wir kurz-, mittel- und langfristig umsetzen werden. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Radverkehrs. Denn der Ausbau der Fahrradinfrastruktur genießt eine hohe Bedeutung, weil wir hierdurch eine schnelle, kostengünstige und nachhaltige Entlastung der Umwelt erzielen,“ so der Oberbürgermeister.

Zwei konkrete Projekte befinden sich bereits in der Umsetzungsplanung: Die Errichtung von Radabstellanlagen an den Bahnhöfen Vohwinkel, Steinbeck, Barmen und Oberbarmen sowie die Errichtung von rund 160 Fahrradabstellplätzen im Parkhaus am Döppersberg.

„Darüber hinaus werden wir, wie bereits seit einigen Jahren üblich, auch zukünftig bei allen Neubau- und Ausbaumaßnahmen an unseren Straßen in unseren Planungen den Radverkehr insgesamt und damit auch die Anlegung von Radfahrstreifen mitberücksichtigen“, sagt Mucke zu.

Über die Maßnahmen der Elektromobilität informierte Ulrich Jaeger von den Wuppertaler Stadtwerken. So wird der Bestand von Ladesäulen für Elektrofahrzeuge im Stadtgebiet deutlich erhöht. Darüber hinaus erfolgt die Nachrüstung von 70 Bussen auf die Euro-6-Norm sowie die Beschaffung von 10 Brennstoffzellenbussen.

„Wir sind auf dem Weg, die Mobilität in unserer Stadt schrittweise zu verändern. Damit einher geht auch die Reduzierung des Ausstoßes von Stickstoffoxiden (NOx) und des Klimagiftes Kohlendioxid sowie weitere Luftschadstoffe und eine Verminderung des Lärms. Ich danke den Teilnehmenden des Runden Tisches für ihre engagierte und sachkompetente Arbeit und freue mich auf weitere erfolgreiche Gesprächsrunden“, so der Oberbürgermeister.

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