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Wuppertal / Pressemeldung – 30.04.2020

Statement von Oberbürgermeister Andreas Mucke zum Tag der Arbeit am 1. Mai

Seit 130 Jahren gehen am „Tag der Arbeit“ die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf die Straße, um für ihre Rechte zu kämpfen. Wie andere Großveranstaltungen ist in diesem Jahr auch die Maikundgebung der Gewerkschaften in Wuppertal abgesagt.

„Auch wenn wir in diesem Jahr nicht auf der Straße demonstrieren können, fällt der Kampf für gute Arbeitsbedingungen und einen starken Sozialstaat nicht aus“, betont Oberbürgermeister Andreas Mucke.  

Der 1. Mai ist der Tag der Solidarität. „Solidarität heißt in dieser Zeit Abstand halten“, erklärt Mucke. „Denn wer körperlichen Abstand hält, schützt sich und andere.  Wir sind zwar räumlich getrennt, halten aber eng zusammen. Solidarisch ist man nicht alleine. Das haben all diejenigen gezeigt, die in den vergangenen Wochen zuhause geblieben sind, ihren älteren Nachbarn beim Einkaufen geholfen und sich an die Hygiene-Regeln gehalten haben“, betont Wuppertals Rathaus-Chef. Er dankt besonders den Beschäftigten, die durch ihre Arbeit die Stadt in den vergangenen Wochen am Laufen gehalten haben. Dazu gehören unter anderem die Beschäftigten im Gesundheitssystem, im Supermarkt und der Stadtverwaltung genauso wie Busfahrer, die Polizei und viele andere.

"Wir brauchen einen starken Sozialstaat"

„Die Corona-Krise zeigt, wie unverzichtbar ein starker und handlungsfähiger Sozialstaat ist. Kurzarbeitergeld, das nun richtigerweise angehoben wird, die Unterstützung bei Arbeitslosigkeit und durch die Grundsicherung, verlässliche Rentenzahlungen und unser Krankenversicherungssystem helfen uns, gut durch die Krise zu kommen“, sagt Mucke. „Mir ist aber auch bewusst, dass viele um ihren Job und ihre wirtschaftliche Existenz fürchten. Insbesondere  Solo-Selbstständige, zum Beispiel freie Kulturschaffende oder auch Mini-Jobber, fallen trotz vieler Soforthilfen durch den Rost. Deshalb brauchen wir einen starken Sozialstaat, in den künftig auch Selbstständige einbezogen werden können und sozial abgesichert werden“, sagt Mucke.

„Die weltweiten wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Pandemie sind überhaupt noch nicht absehbar.“ Deshalb fordert Mucke auch internationale Solidarität in der Krise. „Gerade in Europa müssen wir zusammenhalten. So brauchen Spanien und Italien, die es besonders hart getroffen hat, unsere Hilfe“, so Mucke abschließend.

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