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Wuppertal / Pressemeldung – 21.02.2020

Block V am Röttgen: Graue Maus mit goldenem Herzen

Von außen präsentiert sich der leerstehende Block V - die ehemalige Grundschule - im Schulkomplex am Röttgen als typische Vertreterin des in den 1960er-Jahren errichteten Schultyps: als unscheinbarer, langgestreckter Betonfertigteilbau. Doch im Inneren wurde das Gebäude für die Berufspraxisstufe herausgeputzt.

Mit Streichen allein war es aber lange nicht getan. Nach der Schadstoffsanierung, mit der im Februar letzten Jahres begonnen wurde, wurden sämtliche Sanitärbereiche sowie alle Elektro- und Wasserleitungen komplett erneuert, nur die Heizungsleitungen sind verblieben. Flächendeckend ist jetzt WLAN verfügbar. Die Klassenräume wurden für die Förderschule mit jeweils einer Küchenzeile ausgestattet. Außerdem wurden zwei Pflegeräume hergestellt. Die Treppenhäuser bekamen neue Abhangdecken. In den Fenstern mussten zahlreiche Glasscheiben ersetzt werden. Einige Bereiche erhielten neue Bodenbeläge.

Mensa und Differenzierungsräume

Den Wünschen der Förderschule entsprechend wurden im Erdgeschoss ein Klassenraum mit integriertem Differenzierungsraum, die Mensa, die zugleich als Veranstaltungsraum dienen soll, und die Verwaltung untergebracht. Im ersten und zweiten Obergeschoss befinden sich die Klassenräume jeweils am Ende des Gebäudes, die Differenzierungsräume sind mittig angeordnet. Insgesamt werden der Berufspraxisstufe rund 1600 qm Brutto-Grundfläche zur Verfügung stehen.

Auf dem etwa 2400 qm großen Außengelände wurde eine Treppe erneuert, eine weitere wurde instandgesetzt; teilweise wurden Pflanzarbeiten durchgeführt und Asphaltflächen repariert. Die Schulhofflächen wurden mit einer großen Schaukel, einem Basketballkorb und neuen Sitzbänken ausgestattet.

Umzug in den nächsten Tagen

Unglücklich ist Thomas Lehn, Produktmanager beim GMW, über Verzögerungen im Zeitplan durch personelle Engpässe bei bauausführenden Firmen. Bei Schülern, Personal und Eltern bedankt er sich für ihre Geduld: „Die Schulgemeinde hat sich unglaublich kreativ im Umgang mit der Situation gezeigt.“ Eigentlich hätte die Berufspraxisstufe mit etwa 65 Mädchen und Jungen, 15 Lehrkräften und zehn Integrationshelfern schon zum Schuljahresbeginn 2019/2020 in die modernisierten Räume ziehen sollen. Sie musste dann aber kurzfristig in einem benachbarten Gebäudeteil der ehemaligen Hauptschule untergebracht werden. Der Umzug wird nun in den nächsten Tagen erfolgen.

Insgesamt betragen die Kosten für die Modernisierungsmaßnahme rund 1,4 Millionen Euro. Davon werden ca. 300.000 Euro aus der Bildungspauschale des Landes finanziert.

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