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WuppertalPressemeldung – 15.06.2020

audit-Zertifikat: Stadt erneut ausgezeichnet

Home-Office, mobiles Arbeiten, betriebliche Kinderbetreuung - die Stadt Wuppertal lässt sich als Arbeitgeber in Zeiten des Fachkräftemangels ganz schön was einfallen. Das ist jetzt erneut offiziell bestätigt worden: Bereits zum dritten Mal kann sich die Stadt über das Zertifikat des "audits berufundfamilie" freuen.

Heute hätte eigentlich die feierliche Übergabe des Zertifikats in Berlin auf dem Programm gestanden - coronabedingt kann diese jedoch nur digital stattfinden. "Das soll die Freude aber nicht trüben", sagt Oberbürgermeister Andreas Mucke. "Denn so oder so haben wir als Stadtverwaltung erneut beweisen können, dass wir intensiv am Thema Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege dran sind. Dass es uns wichtig ist, dass es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gut geht. Denn nur auf diese Weise lassen sich auch die beruflichen Herausforderungen erfolgreich meistern. Es freut mich, dass wir unseren besonderen Einsatz noch einmal schwarz auf weiß im Rahmen eines renommierten Auditierungsverfahrens bescheinigt bekommen", so das Stadtoberhaupt.

 

Seit 2014 läuft die Zertifizierung durch das "audit berufundfamilie" in mittlerweile drei Runden. Die Stadt nutzt das Audit als Managementinstrument, um ihre familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik zu optimieren. Seit Start des Projekts wurden Themen wie Home-Office und mobiles Arbeiten deutlich vorangetrieben.

Teilzeit-Führung

Außerdem sind das Führen in Teilzeit und das sogenannte Job-Sharing, bei dem sich zwei Mitarbeiterinnen beziehungsweise Mitarbeiter die Aufgaben einer Stelle untereinander aufteilen, bei der Stadt in dieser Zeit umgesetzt geworden.

 

Für die Eltern kleiner Kinder gab es ebenfalls Unterstützung: Seit 2016 gibt es in zwei Kitas freier Träger rund sechs Plätze, die für Kinder von städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern reserviert sind.

 

„Für uns ist es enorm wichtig, als Arbeitgeber mit der Zeit zu gehen. Fachkräfte kommen nur zu uns, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Deshalb nutzen wir das audit sehr intensiv dazu, um uns auf dem Gebiet der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege hervorzuheben. Durch die Digitalisierung, die wir intensiv vorantreiben, ergeben sich weitere Möglichkeiten – zum Beispiel für Home Office und mobile Arbeit“, erklärt Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig. 

Home-office

Die Bemühungen der Stadt helfen aber nicht nur dabei, als Arbeitgeberin attraktiver zu werden. Auch in der Corona-Krise profitierte die Stadt unter anderem von den durch das audit vorangetriebenen Prozessen: „Ohne die Vorarbeit wären die kurzfristigen, coronabedingten Änderungen der Arbeitsabläufe so nicht möglich gewesen. Viele Kolleginnen und Kollegen hatten Home-Office-Tage bereits in ihrem Arbeitsalltag integriert und konnten so schnell und problemlos auf ausschließliches oder zumindest vermehrtes Home-Office umstellen“, sagt Almuth Salentijn, Leiterin des Personalamtes. Mehr als 1.300 Beschäftigte haben auch vor Corona schon zeitweise im Homeoffice gearbeitet, diese Kapazitäten wurden kurzfristig aufgestockt, so das fast 3000 Beschäftigte im Home-Office weiterarbeiten konnten.

 

Die Stadtverwaltung will sich nun aber nicht auf der Re-Zertifizierung ausruhen – ganz im Gegenteil. "Wir haben nicht nur neue Ideen wie ein Eltern-Kind-Büro, dessen Umsetzung wir gerade prüfen. Wir müssen auch die Prozesse, die wir angestoßen haben und die durch Corona vielleicht sogar beschleunigt wurden, wie zum Beispiel das mobile Arbeiten, sinnvoll begleiten und hier und da noch neue Regeln und Handreichungen entwickeln", erläutert Roswitha Bocklage, Leiterin der Gleichstellungsstelle. Dazu zähle zum Beispiel die Frage, wie die Kommunikation im Team auch noch gelingen kann, wenn alle im Home-Office sind. Oder die Frage nach der gerechten Aufteilung: Denn sicherlich sollte man Beschäftigte mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen besonders im Blick haben – das dürfe jedoch nicht bedeuten, dass die Belange der übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die keine Familienaufgaben haben, übersehen werden.

 

 

Die Stadt beschäftigt derzeit 4.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den zertifizierten Bereichen Stadtverwaltung sowie den Eigenbetrieben Kinder- und Jugendwohngruppen und Gebäudemanagement und freut sich immer über Bewerbungen interessierter Fachkräfte oder Azubi-Anwärterinnen und -Anwärter. Stellenausschreibungen sind auf der städtischen Homepage abrufbar (wuppertal.de (Öffnet in einem neuen Tab))

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