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Wuppertal / Pressemeldung – 04.06.2020

Der Sozialdatenatlas als Problemkompass und Lösungswegweiser

Neue Herausforderungen und Umstände wie Migration und Zuwanderung, Wohlstandsgefälle oder demographischer Wandel gilt es für die Stadt Wuppertal zu lösen. Dabei geht es auch um die soziale Situation von Migrationsfamilien mit Fokus auf Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Um einen Überblick über Quartiere mit besonderem Bedarf zu bekommen, entwarf der Stadtbetrieb „Kinder, Jugend und Familie“ den Sozialdatenatlas.  Dieser zeigt die Verteilung und zugleich die Konzentration von Problemlagen in den städtischen Gebieten.

Wo ist Fördern angesagt?

Zur Bewertung der sozialen Situation in den Quartieren wurden seit 2009 materielle Armut, der Integrationsbedarf von Menschen unterschiedlicher Herkunft und die räumliche Verdichtung zugrunde gelegt.

Wo liegen diese Probleme? Wo wären Förderungsprojekte für Erwachsenen und Jugendliche besonders geeignet? Wo sollten soziale Brennpunkte entschärft werden?

Der aktualisierte Sozialdatenatlas löst den wichtigen ersten Schritt der Verortung.

Kompass und Integrationshelfer

Dr. Stefan Kühn, Dezernent des Geschäftsbereiches, erklärte, dass der Sozialdatenatlas als Problemkompass dient und damit die Richtung angibt, wo besonderer Bedarf der Integrationsarbeit vorliegt. Integrationsarbeit in Form von Errichtung pädagogischer Einrichtungen, schulische Förderungsprojekte oder Jugendzentren sollen der Entstehung von Parallelgesellschaften entgegenwirken und die Eingliederung von Familien mit Migrationshintergrund, in die Gesellschaft, erleichtern.

Damit bildet der Sozialdatenatlas ein wichtiges Bindeglied zwischen Problemerkennung und Problemlösung. Durch ihn kann die Stadtverwaltung handlungsbedürftigen Gebieten schneller und gezielter die benötigten Hilfen zukommen lassen und damit das friedliche Miteinanderleben verschiedener Kulturen unterstützen.

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