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Wuppertal / Pressemeldung – 17.03.2020

Corona-Bekämpfung: Nun müssen auch Restaurants und die meisten Geschäfte schließen

Das Landeskabinett hat weitere umfangreiche Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus beschlossen. Diese setzt die Stadt Wuppertal um und geht zur konsequenten Bekämpfung des Corona-Virus noch darüber hinaus.

So wird per „Allgemeinverfügung“ angeordnet, dass Gaststätten und Restaurants ab Mittwoch, 18. März, geschlossen bleiben. Das gilt auch für die Geschäfte im Stadtgebiet. Damit geht die Stadt über die Verordnungen des Landes hinaus. Die Allgemeinverfügung wird zunächst auf den 19. April, das Ende der Osterferien, befristet.

Ausgenommen sind Lebensmittel-Geschäfte und Apotheken, aber auch Märkte. Ausdrücklich nicht geschlossen werden: Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste (u.A. Einzelhandel mit Imbissen ohne Verzehr an Ort und Stelle), Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel.

Das öffentliche Leben wird heruntergefahren

Folgende Einrichtungen, Begegnungsstätten und Angebote werden ab sofort nicht mehr geöffnet haben bzw. sind aufgrund bestehender Allgemeinverfügungen bereits geschlossen: Alle Kneipen, Cafés, Opern- und Konzerthäuser, alle Messen, Ausstellungen, Freizeit- und Tierparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spezialmärkte und ähnliche Einrichtungen, Reisebusreisen, jeglicher Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen sowie alle Zusammenkünfte in Vereinen, Spielhallen, Spielbanken, Wettbüros und ähnliche Einrichtungen, Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen.

Alle Spiel- und Bolzplätze werden geschlossen.

Gravierende Einschnitte in das Leben aller Wuppertalerinnen und Wuppertaler

Oberbürgermeister Andreas Mucke: „Wir sind uns bewusst, dass das gravierende Einschnitte in das Leben vieler Wuppertalerinnen und Wuppertaler sind. Aber: Das ist so gewollt, um die Ausbreitung des Virus so weit es geht einzudämmen. Wir wollen die Menschen unserer Stadt so gut es geht schützen. Das hat oberste Priorität. Deshalb haben wir uns entschieden, hier noch über die Anordnungen des Landes hinaus zu gehen. Wir gehen entschlossen und planvoll vor. Jeder einzelne trägt Verantwortung - für sich und für die Nächsten. Ich vertraue darauf, dass wir uns in dieser besonderen Situation gegenseitig unterstützen und so auch diese Herausforderung gut gemeinsam meistern.“

Entwicklung verläuft dynamisch und dramatisch

Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig erklärte als Leiter des Krisenstabs: „Das Robert-Koch-Institut schätzt die Gefährdung durch das Coronavirus für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland seit dem heutigen Tag als „hoch“ ein. Das macht deutlich, wie dynamisch und dramatisch die Entwicklung verläuft. Auch in unserer Stadt gibt es eine deutliche Zunahme der Verdachts- und Quarantänefälle. Alle Einschnitte, die wir den Bürgerinnen und Bürgern jetzt zumuten, dienen dem Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und damit die Funktionsfähigkeit der medizinischen Versorgung unter allen Umständen zu erhalten.“

"Krisenstab Wirtschaft" tagt regelmäßig

Um die Schritte abzustimmen und eine gemeinsame Strategie gegen die Pandemie festzulegen, hatte Oberbürgermeister Andreas Mucke die Vertreter der Industrie- und Handelskammer, des Hotel- und Gaststättenverbandes, des Einzelhandelsverbandes und der Kreishandwerkerschaft zum Gespräch eingeladen. Die Vertreter der Wirtschaft sagten der Stadt ihre volle Unterstützung zu. Alle tragen die harten Einschnitte in das öffentliche Leben als unabweisbar mit. In einem „Krisenstab Wirtschaft“, an dem auch die Wirtschaftsförderung der Stadt beteiligt wird, wird sich die Runde von nun an regelmäßig treffen, weitere strategische Schritte und gegenseitige Unterstützungsmöglichkeiten abstimmen.

Der Erlass des Landes mit allen angeordneten Maßnahmen ist online www.land.nrw/corona zu finden.

Allgemeinverfügung

Die Verfügung der Stadt zu Restaurants und Geschäften finden Sie hier

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal

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