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Wuppertal / Pressemeldung – 25.05.2020

Handlungskonzept für mehr sozialen Wohnraum

Die Stadt will den Sozialen Wohnungsbau in Wuppertal stärken und schlägt den entsprechenden Ausschüssen und dem Rat dazu ein Handlungskonzept vor.

Darin ist zunächst festgehalten, dass es in Wuppertal – auch mit Blick auf die weitere Entwicklung – zu wenig preisgünstigen und qualitativ guten Wohnraum gibt. Laut einer Prognose wird der Bestand an preisgebundenen Wohnungen in Zukunft sinken: Bis 2030 wird er um 30 Prozent zurückgehen und nur noch rund 8.890 Mietwohnungen im Bestand haben. Gleichzeitig, so die Annahme der Stadt, wird die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum eher steigen: Wegen des demographischen Wandels werden für alte Menschen Wohnungen benötigt, ebenso für junge Menschen, die häufiger in Single-Haushalten leben als früher. Auch die Nachfrage nach Wohnungen, in denen größere Familien wohnen können, steigt durch Zuzug oder neue Familienmodelle wie den Patchworkfamilien.

Fördermittel vom Land

Für den Neubau und die Modernisierung von Wohnungen gibt es Fördermittel vom Land – diese wurden in der Vergangenheit eher wenig abgefragt. Für ein Wohnraumförderprogramm 2018 bis 2022 hat das Land insgesamt 5,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Wuppertal kann aktuell  in diesem Jahr mit 15,3 Millionen Fördermitteln für Wohnungsbau und –modernisierung rechnen.

Die Stadt schlägt den politischen Gremien deshalb vor, bei der planerischen Entwicklung von Wohngebieten eine Quote von 20 Prozent gefördertem Wohnungsbau festzuschreiben. Das gilt ab 20 Wohneinheiten und einer Grundstücksfläche von 2.000 Quadratmetern. Die Quoten-Regelung gilt nicht bei bereits eingeleiteten Bauleitplanverfahren. Allerdings wurden bei einigen Verfahren schon vorsorglich und projektbezogen die 20 Prozent geförderten Wohnungen eingeplant – zum Beispiel beim Wohngebiet Heubruch.

Moderner, energieeffizienter und bezahlbar

Ziel der neuen Regelung soll sein, die Wohnraumfördermittel des Landes besser zu nutzen. So sollen leerstehende Immobilien barrierefrei umgebaut werden, erhaltenswerte Wohngebäude erneuert und Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz eingeleitet werden.

„Guter Wohnraum muss für alle Menschen bezahlbar sein. Deshalb habenwir in unserem Stadtentwicklungskonzept ´Zukunft Wuppertal´ die Leitlinie ´Wohnen für alle´ aufgenommen. Wir wollen allen Menschen in unserer Stadt die Möglichkeit bieten, Wohnungen nach ihren jeweiligen Bedürfnissen zu finden und vor allem auch bezahlen zu können. Wir sind glücklicherweise wieder eine wachsende Stadt, dem müssen wir Rechnung tragen“, so Oberbürgermeister Andreas Mucke.

Frank Meyer, Dezernent für Stadtentwicklung, Bauen, Verkehr und Umwelt: „Wir müssen besonders den Bestand an Wohnungen im Blick haben und die Chance nutzen, mit Fördermitteln zu modernisieren, zu sanieren und Wohnungen barrierefrei zu machen. So werden wir dem Anspruch gerecht, allen Menschen qualitativ guten Wohnraum zu bieten.“

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Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal
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