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Wuppertal / Pressemeldung – 21.09.2020

INSIDE OUT ENGELS: 200 Gesichter zum 200. Geburtstag von Friedrich Engels

200 Menschen aus Wuppertal werden am 28. November 2020 für den 200. Geburtstag von Friedrich Engels zu einem Gesamtkunstwerk – das ist die Idee hinter dem Kunstprojekt INSIDE OUT ENGELS von Kuratorin Valentina Manojlov.

Die Anmeldung zu INSIDE OUT ENGELS ist beendet.


Denn das Engels-Haus wird nicht nur pünktlich zu Friedrich Engels‘ 200. Geburtstag am 28. November 2020 nach umfangreichen Sanierungsarbeiten offiziell wiedereröffnet, sondern auch verhüllt: An der Frontfassade des Gebäudes wird eine in einem riesigen Rahmen gespannte Stoffbahn angebracht, die Platz für ein Mosaik aus individuellen Schwarz-Weiß-Porträtfotos von 200 Wuppertalerinnen und Wuppertalern bietet, die mit ihren ganz persönlichen Engels-Botschaften ihre Gedanken an Wuppertals berühmtesten Sohn teilen. Im Vordergrund des etwa 10 mal 16 Meter großen Banners schwebt ein großer transparenter Kopf des jungen Friedrich Engels. Pünktlich zur Wiedereröffnung des Engels-Hauses am 28. November wird das Kunstobjekt dann wie ein Vorhang geöffnet und gibt den Blick auf das frisch sanierte Gebäude frei.

Teil der Aktion werden

„Ich finde die Idee, Wuppertalerinnen und Wuppertaler bei der Wiedereröffnung des Engels-Hauses einzubeziehen, großartig. Jeder kann Teil dieser Aktion werden und seine Gedanken zu Friedrich Engels formulieren“, fasst Oberbürgermeister Andreas Mucke die Idee der Verhüllungsaktion zusammen. 

„Wir wollen mit der Partizipation an dem weltweiten INSIDE OUT PROJECT (IOP) des international bekannten französischen Street-Art-Künstlers JR eine bildgewaltige Aufmerksamkeit für die Person Engels erzeugen und eine Verbindung zwischen den Wuppertaler*innen und dem Engels-Haus schaffen“, erklärt Kulturdezernent Matthias Nocke.

Engels kommt nach Hause

„Friedrich Engels in die heutige Zeit transformiert – das macht neugierig auf die neu konzipierte Dauerausstellung im Engels-Haus. Ich freue mich schon darauf: Engels kommt wieder nach Hause! Die Schau wird Leben und Werk des berühmten Wuppertalers zeigen und einen faszinierenden Einblick in die bürgerliche Alltagskultur der pietistischen Unternehmerfamilie Engels geben“, verrät Dr. Lars Bluma, Leiter des Historischen Zentrums.

„Es geht darum, Friedrich Engels ins Hier und Jetzt zu holen – jenseits von Fakten, Zahlen und geschichtlichen Hintergründen. Ihn in einen modernen, zeitgenössischen Kontext zu setzen, die Aufmerksamkeit aller Generationen und das altersübergreifende Interesse daran zu wecken, sich mit der Person Engels und der Frage, was er heute bedeutet und wer er heute wäre, auseinanderzusetzen“, erläutert Kuratorin Valentina Manojlov das Kunstprojekt INSIDE OUT ENGELS. Durch die Partizipation am INSIDE OUT PROJECT, einem der größten Kunstprojekte der Welt, wird laut Kuratorin Manojlov das Engelsjahr 2020 auf eine neue Wahrnehmungsebene gehoben: „Und das nicht nur hier vor Ort in Wuppertal, sondern weltweit verschafft es 200 Botschaften aus der Stadt internationales Gehör. Das Engels-Haus wird zum Erinnerungsort in unseren Köpfen, auch wenn das Engelsjahr vorbei und das Kunstwerk abgebaut ist.“

Jeder kann mitmachen - Anmeldungsphase ist beendet

200 Menschen aus Wuppertal haben die Chance, Teil dieses außergewöhnlichen Kunstprojektes INSIDE OUT ENGELS zu werden. Die Anmeldung zu INSIDE OUT ENGELS ist beendet.

Neben dem Porträt soll jede/r Teilnehmer/in ihre/seine persönliche Botschaft an die Person Friedrich Engels formulieren: Welche Rolle würde Engels heute spielen? Wo würden Sie ihn wirken sehen? Was würden Sie ihm wünschen? 200 Teilnehmer mit den stärksten Botschaften werden zu einem Fotoshooting eingeladen.

Hintergrundinfos zum INSIDE OUT PROJECT

Das internationale INSIDE OUT PROJECT (IOP) wurde von dem französischen Street-Art-Künstler und Fotografen JR (www.jr-art.net), einem der gefragtesten Gegenwartskünstler der Welt, initiiert. Dabei sind bereits über 360.000 Porträts in 142 Ländern entstanden: Es ist eines der größten partizipativen Kunstprojekte der Welt. 

Wuppertal war übrigens schon einmal Teil des INSIDE OUT PROJECT: Im Oktober 2014 wurden die Porträtfotos von 674 Wuppertalerinnen und Wuppertalern an die Fassade des ehemaligen Weinkontors an der Friedrich-Ebert-Straße 191 geklebt. Diese aufsehenerregende Aktion ist seither das weltweit sichtbare Titelbild auf der Homepage vom INSIDE OUT PROJECT (www.insideoutproject.net). Das Kunstprojekt nach Wuppertal geholt hat seinerzeit Valentina Manojlov im Rahmen ihres Konzepts street-a-tag (www.street-a-tag.de): Sie ist jetzt – sechs Jahre später – auch der Kopf hinter INSIDE OUT ENGELS.

INSIDE OUT ENGELS wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal
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