Inhalt anspringen

Wuppertal / Pressemeldung – 11.09.2020

Schulsozialarbeit ist dauerhaft finanziert

Die Landesregierung wird die Weiterfinanzierung der Schulsozialarbeit sicherstellen. Das teilen die Ministerien für Schule und Bildung sowie für Arbeit und Soziales mit. „Eine sehr gute Nachricht: Die wertvollen Angebote der Schulsozialarbeit bleiben erhalten!“, freut sich Oberbürgermeister Andreas Mucke.

Mit der Entscheidung stehen auch Mittel für die dauerhafte Fortführung der Berufseinstiegsbegleitung zur Verfügung. Jugendliche mit schlechteren Startchancen erhalten damit auch künftig die Möglichkeit, mit kontinuierlicher Unterstützung den Schulabschluss zu erreichen und anschließend den Einstieg in eine Berufsausbildung zu schaffen. „Das gibt uns Planungssicherheit und garantiert, dass wir diese Arbeit fortführen können“, so Schul- und Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn.

Unterstützung über das Jahr 2020 hinaus

Bereits jetzt finanziert das Land dauerhaft und unbefristet über 760 Stellen im Landesdienst für Fachkräfte der Schulsozialarbeit an Schulen. Darüber hinaus können Schulen auch Lehrerstellen mit sozialpädagogischen Fachkräften besetzen, wenn der Unterricht ungekürzt erteilt wird. Auf diesem Weg sind bereits über 370 Schulsozialarbeiter beim Land beschäftigt. 

Bislang finanziert das Land zusätzlich das Programm „Soziale Arbeit an Schulen im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets in Nordrhein-Westfalen“ (BuT-Schulsozialarbeit) mit etwa 1.000 Vollzeitstellen für Fachkräfte, die ebenfalls im Bereich der Schulsozialarbeit tätig sind. Diese Fachkräfte, die an allen Schulformen arbeiten, werden mit diesen Mitteln von den Kommunen in der Regel befristet beschäftigt. Das Landesprogramm war zunächst befristet bis zum Ende des Jahres 2020.

Unterstützende Arbeit für und mit Kindern

Die Landesregierung hat mit der Grundsatzeinigung nun beschlossen, die sogenannte BuT-Schulsozialarbeit dauerhaft über Landesmittel zu finanzieren und so das Angebot aufrecht zu erhalten. Für Wuppertal bedeutet dies, dass an 55 Schulen die insgesamt 59 Schulsozialarbeiter und Schulsozialarbeiterinnen weiterhin ihre beratende und unterstützende Arbeit für und mit den Kindern leisten können. 

In den vergangenen acht Jahren haben die sogenannten BuT-Schulsozialarbeiter nicht nur Anträge auf Lernförderung, Mittagessen oder Klassenfahrten gestellt. Vielmehr wurden Kinder, Jugendliche und Eltern beraten und unterstützt. Weiter haben Angebote zu den Themen soziales Kompetenztraining und Streitschlichter stattgefunden und es wurden Elterncafés ins Leben gerufen. Die pädagogischen Fachkräfte sind in der Schule als Bindeglied zwischen Lehrer und Eltern tätig: Sie vermitteln Familien zu externen Hilfeinstituten zur Lernförderung, bei Erziehungsproblemen und kooperieren mit den im Stadtteil angesiedelten Akteuren. Tränen trocknen, aufmunternde Worte, Mut machen und Verständnis für sämtliche Unzulänglichkeiten inklusive! 

Tränen trocknen inklusive

Auch während der diesjährigen Schulschließung haben die BuTSchulsoziarbeiter und Schulsozialarbeiterinnen die Familien aufgefangen in ihren Sorgen und Ängsten um die eigene Gesundheit, das Bewältigen der Schulinhalte, die Isolation und das gesellschaftliche Miteinander. Es wurden Krisen gemeinsam bewältigt. 

Gemeinsam mit den sieben Trägern, der Jugendhilfe Alpha e.V., Institut Apeiros, AWO Wuppertal, Caritasverband Wuppertal-Solingen, Ogata e.V., Wichernhaus und WIP e.V., kann die Stadt Wuppertal nun nach vorne blicken und weiterhin die qualitativ gute und notwendige pädagogische Arbeit gemeinsam für Wuppertaler Kinder gestalten und leisten. 

Seite teilen