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WuppertalPressemeldung – 03.08.2021

Alt-Oberbürgermeisterin Ursula Kraus verstorben

Als Oberbürgermeisterin lenkte sie zwölf Jahre lang die Geschicke der Stadt. Am Montag, 2.August, ihrem 91. Geburtstag, ist Ursula Kraus verstorben.

Ursula Kraus wurde 1930 in Neunkirchen an der Saar geboren und wuchs in Wichlinghausen auf. Sie machte eine Ausbildung als Industriekauffrau und arbeitete in diesem Beruf in einer Wuppertaler Druckerei. Dann wagte sie den Sprung in die Politik und vertrat Wuppertal als Landtagsabgeordnete von 1980 bis 1990 in Düsseldorf. 1984 wurde sie zur Oberbürgermeisterin der Stadt Wuppertal gewählt, damals ein Ehrenamt. 

11.02.2010 Empfang OB am 18.02.2010

Zwölf Jahre übte sie dieses Amt aus, das sie selbst einmal als „Leistungssport“ bezeichnet hat. Unter ihrer Ägide wurde die Stadthalle nach der umfangreichen Sanierung wiedereröffnet, ebenso wie das Von der Heydt-Museum. Drei neue Städtepartnerschaften wurden geschlossen, eine neue Feuerwache wurde gebaut, in Vohwinkel wurde die dritte Wuppertaler Gesamtschule errichtet. 1996 schied sie aus dem Amt, blieb aber immer engagiert – so im Förderverein Neue Synagoge, in der Kommission für eine Kultur des Erinnerns oder als Schirmherrin verschiedener Projekte. 

Ursula Kraus ist Ehrenringträgerin und Ehrenbürgerin der Stadt und erhielt im Jahr 2010 vom Rat der Stadt den Ehrentitel Alt-Oberbürgermeisterin.

 

In einem Kondolenzschreiben an die Schwester der Verstorbenen, Renate Warnecke, würdigte Oberbürgermeister Uwe Schneidewind das große Engagement und die Hingabe, mit der Kraus für die Menschen in Wuppertal gearbeitet habe. Sie sei, so Schneidewind, eine Politikerin gewesen, die sich durch ihre Gradlinigkeit den Respekt der Menschen erarbeitet und die Menschen in ihrer Stadt Wuppertal immer in den Mittelpunkt ihres politischen Handelns gestellt habe. 

Oberbürgermeister Schneidewind: „Bei all ihrem Tun und Wirken war ihr die Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern eine Herzensangelegenheit, das spürten die Menschen bei der persönlichen Begegnung mit ihr. Sie liebte diese Stadt und ihre Menschen und die Menschen liebten sie. Das war bei unzähligen Begegnungen, Veranstaltungen und Gesprächen immer wieder deutlich zu spüren. 

Auch die internationalen Beziehungen der Stadt Wuppertal lagen ihr immer besonders am Herzen, während ihrer Amtszeit wurden mehrere Städtepartnerschaften begründet, zahlreiche Reisen in die Partnerstädte folgten. Hier setzte sie neue Impulse, knüpfte wichtige Kontakte und schaffte Vertrauen durch ihre Gradlinigkeit, für die sie über Parteigrenzen hinweg geschätzt wurde.

Auch nach dem Ausscheiden aus ihrem Amt als Oberbürgermeisterin war es für sie selbstverständlich, sich weiter ehrenamtlich in unterschiedlichen Vereinen und Initiativen zu engagieren und so ihren Beitrag zu einem guten gesellschaftlichen Miteinander zu leisten.“

 

Kondolenzbuch

In der Lobby des Rathauses am Johannes-Rau-Platz wird ein Kondolenzbuch ausgelegt. Hier können sich die Wuppertalerinnen und Wuppertaler eintragen, die ihrer Anteilnahme am Tod der früheren Oberbürgermeisterin Ausdruck geben möchten.

 

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Bildnachweise

  • © Stadt Wuppertal | Medienzetrum | Gerd Neumann
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