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Wuppertal / Pressemeldung – 27.08.2021

#Sommergespräche: Potential-Standort Bundesbahndirektion

„Ein Gefühl für das Gebäude zu vermitteln“ war das Ziel einer Führung mit Investor Alexander Clees durch die ehemalige Bundesbahndirektion am Döppersberg.

Mit Oberbürgermeister Uwe Schneidewind hatten sich im Rahmen der Sommergespräche rund sechzig ausgeloste Beschäftigte der Stadtverwaltung am Haupteingang des repräsentativen, seit 2009 leerstehenden Gebäudes eingefunden, um ihren potentiellen künftigen Arbeitsplatz von innen zu erleben. 

Eine erste kurze Präsentation der Gebäude-Geschichte gab es im „Kaisersaal“, einem Raum, den jede Reichsbahndirektion im Land zu Kaisers Zeiten vorzuhalten hatte, für den Fall, dass der Monarch dort Station machen würde. Dann ging es in Gruppen auf eine spannende Tour zur Besichtigung dekorativer Kreuzgewölbe (nur Deko), freigelegter Originalsubstanz, unterschiedlichster Räume im Rohbauzustand sowie repräsentativer Treppenhäuser und Wandbilder.

Eine Entscheidung, ob der stadtbildprägende Komplex tatsächlich zum neuen Dienstleistungszentrum der Verwaltung mitten in der Elberfelder Innenstadt wird, fällt der Rat der Stadt frühestens im Herbst. Aktuell wird die denkmalgeschützte Bausubstanz nach einer gründlichen Entkernung intensiv untersucht. „Sehr viel Detailarbeit ist hier noch zu leisten. Außerdem“, so erläutert Alexander Clees, „läuft ein Abgleich zwischen den Raumanforderungen der Verwaltung und den Optionen der Gebäudestruktur, ähnlich Tetris.“ Der Komplex könne für die Ansprüche unterschiedlicher Nutzungen aufbereitet werden. Sollten Stadt und Investor sich über ein Konzept einigen, würden das Jobcenter und die Studienberatung der Bergischen Universität als Partner des Multi-Service-Zentrums mit an Bord sein. Einer endgültigen Entscheidung würden ein aufwendiger Umbau und der Abbruch der ehemaligen Spardabank folgen. Die Planungen sehen zwei große überdachte Innenhöfe als Kundenhallen vor. Ein Einzug der Dienststellen wäre zum Ende des Jahres 2024 möglich.

Schneidewind betonte bei aller Offenheit der Entscheidung den zentralen Akzent, den ein solches Zentrum für die Elberfelder Innenstadt, eine erweiterte Service-Qualität für die Bürger und eine moderne Arbeitsorganisation bedeuten würde: „Der besondere Ort mit seiner historischen Bedeutung hat das Potential, die Vielfalt des Konzerns Stadt abzubilden. Die Revitalisierung der Bundesbahndirektion könnte den langjährigen Leerstand direkt am Tor zur Innenstadt beenden, einen Frequenzschub für Einzelhandel und Gastronomie in Elberfeld bringen und einen Beitrag zur Mobilitätswende leisten, denn hier wären die Ämter anliegen-bezogen an einem Ort konzentriert. Die mutige Investition der Stadt in den Umbau des Döppersbergs trotz schwieriger Zeiten hat in der gesamten Elberfelder Innenstadt kraftvolle weitere Investitions-Effekte ausgelöst. Die Bundesbahndirektion sollte in jedem Fall ein weiterer Baustein unserer Qualitätsoffensive sein.“

Die Idee der „15-Minuten-Stadt“, in der möglichst viele Ziele, die man zum Leben braucht, innerhalb einer Viertelstunde zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar sein sollen, könnte ein ordentliches Stück näher rücken. 

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • © Stefanie vom Stein, Stadt Wuppertal Medienzentrum
  • © Stefanie vom Stein, Stadt Wuppertal Medienzentrum
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