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WuppertalPressemeldung – 04.10.2021

Verdiente „Wuppertaler“: Auszeichnung fürs Ehrenamt

Oberbürgermeister Uwe Schneidewind hat im Rahmen einer Feierstunde insgesamt sechs Wuppertalerinnen und Wuppertaler ausgezeichnet. Sie erhielten den „Wuppertaler“ für ihren besonderen Einsatz im Ehrenamt.

Mit dem „Wuppertaler“ würdigt die Stadt seit 1999 das freiwillige Engagement von Wuppertalern im kulturellen, sozialen oder sportlichen Leben der Stadt. Über die Verleihung entscheidet eine unabhängige Jury. Sie setzt sich aus Vertretern der Freien Wohlfahrtsverbände, des Stadtjugendrings, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, des Stadtsportbundes, des Stadtverbandes der Bürger- und Bezirksvereine und der Frauenverbände zusammen.

 

Aktiv im Sport und Bürgerverein

Lothar Kampe bekommt die Auszeichnung für seinen langjährigen Einsatz im Sport. Er ist seit 1958 Mitglied im Hatzfelder Turnverein, wo er den Übungsleiterschein und die Organisationsleiterbefähigung erreichte. Im Hatzfelder TV war er in unterschiedlichen Vorstandstätigkeiten aktiv. Seit 2010 ist Kampe zudem stellvertretender Vorsitzender der „freiwilligen Vereinigung älter Turner“ und organisiert monatliche Treffen. Über das Sportliche hinaus ist Kampe im Hatzfelder Bürgerverein aktiv, er ist im Festausschuss, war Wanderführer, Vorstand und Schriftführer. Ehrenamtlich gibt Kampe zudem wöchentlich Unterricht im Buchbinden.

 

Unterwegs für die Nordbahntrasse

Christa Mrozek ist Gründungsmitglied der Wuppertal Bewegung. Sie war maßgeblich daran beteiligt, dass aus der ehemaligen Bahntrasse durch die Initiative der Wuppertal Bewegung eine beliebte Strecke für Spaziergänger, Radfahrer, Skater und Läufer geworden ist. Sie sorgt aktuell dafür, dass die 23 Kilometer lange Trasse sich Wuppertalern und Besuchern von außerhalb ansprechend präsentiert und das gute Beispiel aus Wuppertal bekannt wird. Sie kümmert sich um den richtigen Auftritt der Trasse: Sie hat das Logo der Nordbahntrasse gestaltet sowie alle Flyer und Infotafeln, sie informiert auf vielen Veranstaltungen über das Projekt Nordbahntrasse und über die Stadt. Mrozek führt Besuchergruppen über die Trasse. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, dass Infotafeln und Schilder sauber, nicht beschmiert und lesbar sind. Sie gestaltet zudem den Trassenkalender mit vielen Fotos von der Trasse und der Stadt.

 

Unterstützung: Unterbarmer Kinderteller

Markus Pilters ist Vorsitzender des Vereins Unterbarmer Kinderteller. Der Verein sorgt dafür, dass Kinder im Stadtteil ein Mittagessen, Hilfe bei den Hausaufgaben und Spielangebote bekommen. Pilters hat den „Kinderteller“ 2010 als Angebot der Kirchengemeinde Unterbarmen mit gegründet. Seit zwei Jahren ist der „Kinderteller“ ein eigetragener, gemeinnütziger Verein. Besonders während der Pandemie hat der Verein viel initiiert, um Kinder zu unterstützen. So wurden für die kontaktfreie Hausaufgabenhilfe Tablets angeschafft oder Hausaufgaben ausgedruckt und so den Schüler zugestellt. Statt eines Mittagstischs, der während des Lockdown nicht möglich war, übernahmen die Küchenteam-Mitglieder ein Sorgentelefon. Mit vielen Rätseln und Bastelpaketen wurde die fehlenden direkten Kontakte und das gemeinsam Spielen wenigstens ein bisschen erträglicher gemacht. Gewürdigt wurde das Engagement des Unterbarmer Kindertellers mit dem in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehenen Heimatpreis. Er wird vom Heimat-Ministerium ausgelobt und von der Stadt verliehen. Der Preis würdigt herausragendes Engagement vor Ort.

 

Ideen für Cronenberg

Rolf Tesche ist in der Kirchengemeinde Cronenberg aktiv und hat sich hier vor allem um die Jugendarbeit gekümmert, er übernahm die Leitung von Jugendgruppen und organisierte Sommerfreizeiten. Seit 1969 ist er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Cronenberg, war deren Leiter. Besonders aktiv ist Tesche im Cronenberger Heimat- und Bürgerverein (CHBV). Hier engagiert er sich in der Ortskernplanung, hat die Neugestaltung des Hans-Otto-Bilstein-Platzes durch den CHBV begleitet und die Restaurierung des Aussichtspavillons „Adelenblick“. Er ist seit Beginn für die Cronenberger Werkzeugkiste aktiv, hat sich die Umgestaltung des Kirchengrundstücks an der Solinger Straße zu einem zentralen Platz beteiligt und am Martinsumzug für die Kinder in Cronenberg.

 

Für Bedürftige: "Mampferando"

Johanna Thomé und Dean Blažević sind Geschwister und haben in der Corona-Pandemie mit dem Fahrrad in Elberfeld warmes Essen an Obdachlose und Bedürftige verteilt. Die Wuppertaler Tafel konnte zeitweilig wegen der Corona-Schutzmaßnahmen keine mobile Essensversorgung anbieten. Thomé und Blažević übernahmen die Essens-Lieferung deshalb in Eigenregie. „Mampferando“ heißt der ungewöhnliche Lieferdienst, der Mahlzeiten, aber auch Heißgetränke, Kekse, Kuchen, Süßigkeiten und Masken ausliefert. Rund zehn Freiwillige unterstützen sie bei ihren Lieferungen. Dabei sind die Menschen des „Mampferando“-Teams nicht nur Essens-Lieferanten, sondern auch Ansprechpartner, Zuhörer und sichtbare Botschafter der Solidarität mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Beide – und die weiteren Helfer, für die sie stellvertretend stehen – hatten schon in den Vorjahren an heißen Sommertagen Wasser an Bedürftige verteilt. Auch Mampferando“ wurde mit dem Heimatpreis 2021 ausgezeichnet. 

 

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Bildnachweise

  • © Stefanie vom Stein, Stadt Wuppertal Medienzentrum
  • © Stefanie vom Stein, Stadt Wuppertal Medienzentrum
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