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WuppertalPressemeldung – 03.12.2025

Neue Funde aus Elberfelds Geschichte im Baustellenbüro

Die kleine archäologisch-historische Ausstellung zur Burg und Freiheit Elberfeld im Baustelleninfobüro ist um mehrere Fundobjekte reicher. Im Mittelpunkt stehen Gefäßkeramiken aus dem Hochmittelalter (13. Jahrhundert) bis in die Moderne (19. bis 20. Jahrhundert).

Die Baustellen in der Elberfelder Innenstadt und damit auch die archäologischen Ausgrabungen sind in den vergangenen Monaten weiter vorangeschritten. Dabei wurden zahlreiche weitere Fundobjekte aus der Geschichte Elberfelds entdeckt. Mehrere dieser Objekte sind nun im Baustelleninfobüro in der Schwanenstraße 33 zu besichtigen.

Weberschiffchen und Tonpfeife

Ergänzt werden diese Funde durch ein bearbeitetes Knochenobjekt, das vermutlich als Weberschiffchen diente, und durch eine Tonpfeife aus weißem Ton. Zusammen vermitteln die Objekte einen Einblick in das Leben der Bewohnerinnen und Bewohner der Freiheit Elberfeld, der Siedlung, die sich seit dem 13. Jahrhundert rund um die Burg entwickelte. 

Zwei Fundobjekte, die ebenfalls für Elberfeld geplant waren, fehlen allerdings noch. Hierbei handelt es sich um zwei Tonfiguren aus weißem Pfeifenton, auch „Kruseler-Püppchen“ genannt. Diese Tonfigurinen zeigen zumeist Heilige oder andere sakrale Personen oder Symbole. Die beiden in Elberfeld gefundenen Tonfiguren datieren in das späte Mittelalter (14. bis 15. Jahrhundert).      

Heilige als Leihgabe im Rheinischen

Solche Heiligenfiguren wurden in großer Zahl in Köln im Formenguss hergestellt und vor allem an Pilger verkauft. Die beiden Elberfelder Figuren wurden vermutlich von Gläubigen mitgebracht, die von Elberfeld aus nach Köln gepilgert waren. 

Gefunden wurde sie innerhalb der Grachten, also der Befestigungsgräben der Burg. Möglicherweise wurden die Heiligenfiguren hier entsorgt, als das Tal der Wupper im 16. Jahrhundert von der Reformation erfasst wurde.

Die beiden Elberfelder Figuren sind noch nicht im Baustelleninfobüro zu sehen, da sie für die Sonderausstellung „Archäologie im Rheinland 2026“ im LVR-Landesmuseum in Bonn ausgewählt wurden. Dort werden sie für ein Jahr das kulturelle Erbe Elberfelds und der Region vertreten, bevor sie anschließend in Elberfeld ausgestellt werden.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal
  • Stadt Wuppertal

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