Defizite ergaben sich bei den untersuchten Kindern im Bereich Sprachkompetenz, Motorik und Übergewicht.
Dezernentin Dr. Katrin Linthorst und die Leiterin des Gesundheitsamtes, Kirstin Lintjens, sehen in den Ergebnissen des Gesundheitsberichts den Auftrag, die präventive Arbeit des Gesundheitsamtes zu verstärken. „Die Ergebnisse der Gesundheitsberichtserstattung sind ein Ansporn für uns, mit möglichst vielen Akteuren in der Stadt vorhandene Maßnahmen bekannt zu machen und erforderliche Maßnahmen im Gesundheitsamt umzusetzen oder mit zu initiieren – von Intervention zur Prävention“, so Kirstin Lintjens.
Präventions-Abteilung
Ab März wird deshalb im Gesundheitsamt die „Abteilung für Prävention und Gesundheitsberichterstattung“ ihre Arbeit aufnehmen. Aufgabe der Abteilung wird es sein, systematisch Gesundheitsdaten zu erfassen, auszuwerten und mögliche Bedarfe zu formulieren. In der Abteilung sollen Maßnahmen und Angebote entwickelt und koordiniert werden, es soll mit Anbietern von Präventions-Angeboten kooperiert werden. Perspektivisch will das Gesundheitsamt eine kommunale Gesundheitskonferenz mit dem Schwerpunkt Kindergesundheit auf den Weg bringen.
Qualitätsmanagement und Beratung
Bereits umgesetzt seien als Reaktion auf den Bericht interne Maßnahmen in der Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit im Gesundheitsamt wie ein Qualitätsmanagement oder eine stärkere Einbindung mehrsprachiger Informationen bei der Beratung, berichtet Lintjens.
Dezernentin Linthorst: „Es ist uns wichtig, dass möglichst alle Kinder der Stadt Wuppertal untersucht werden und eine Beratung erfolgt. Die Zeit von der Schuleingangsuntersuchung bis zur Einschulung ist eine wertvolle Zeit, die wir nutzen können, Kinder besser auf den Einstieg in der Grundschule vorbereiten zu können.“