Unterstützung erhält die Stadt Wuppertal dafür vom Verein „Youth Lead the Change Germany e.V.“, der nicht nur Erfahrung aus anderen Kommunen, sondern auch ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse junger Menschen in die Zusammenarbeit einbringt.
Erfahrungen aus Zusammenarbeit anderen Kommunen
Das Jugendbudget soll den Jugendlichen in Wuppertal ermöglichen, eigenständig über die Mittelverwendung für ihre Projekte zu entscheiden und somit ihre gesellschaftliche Teilhabe und Selbstwirksamkeit zu stärken. Der Verein YLCG baut dafür auf Erfahrungen aus einer ähnlichen Zusammenarbeiten mit anderen Städten, z.B. der Stadt Köln auf.
Der Ratsbeschluss
Folgender Beschluss wurde in 2024 vom Rat der Stadt Wuppertal (Öffnet in einem neuen Tab) verabschiedet:
„Das Team Bürgerbeteiligung sowie das Ressort Kinder, Jugend und Familie – Jugendamt bzw. der Fachbereich Jugend & Freizeit schaffen seit einigen Jahren verstärkt Möglichkeiten Wuppertaler Jugendliche mehr in politische Entscheidungen einzubeziehen und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken. [...] Als Ergänzung zu diesen Aktivitäten streben die beiden o. g. städtischen Abteilungen an, ein sogenanntes Jugendbudget als Pilotprojekt für Wuppertal zu konzipieren und durchzuführen. Dies soll in enger Zusammenarbeit mit dem Verein Youth Lead the Change (YLCG) geschehen, der den Impuls für das Vorhaben in Wuppertal gesetzt und bereits vielfältige Erfahrung in anderen Kommunen gesammelt hat.“
Die Projektplanung wird durch die Stadtverwaltung im Jahr 2025 gemeinsam mit Jugendlichen, Schulen, Jugendeinrichtungen und weiteren relevanten Akteurinnen und Akteuren ausgearbeitet. Ziel ist es, das Konzept 2026 umzusetzen.
Das Bürgerbudget in Wuppertal: Ein etabliertes Modell der Bürgerbeteiligung
Bei der Konzeption des Jugendbudgets profitiert die Stadt Wuppertal von ihrer langjährigen Erfahrung im Bereich der Bürgerbeteiligung, insbesondere durch das seit 2017 etablierte Bürgerbudget. Alle zwei Jahre haben die Wuppertalerinnen und Wuppertaler die Möglichkeit, eigene Projektideen einzureichen, die das Gemeinwohl fördern und die Stadt oder Stadtteile aufwerten.
Auch aktuell läuft ein Beteiligungsverfahren im Rahmen den Bürger*innenbudgets 2025 (Öffnet in einem neuen Tab): 210.000 Euro stehen in diesem Jahr für gemeinwohlorientierte Ideen aus der Bürgerschaft zur Verfügung. Aktuell läuft hier die Detailprüfung innerhalb der Verwaltung der eingereichten und bisher schon dezidierten TOP 36 Ideen. Am 27. August um 18 Uhr im Codeks findet dann die große Wahlparty statt, auf der die Ideengebenden die TOP 36 nochmal vorstellen. Anschließend läuft die finale Abstimmung digital und analog bis zum 18. September.