„Als Schirmherrin des kommenden Aktionstages „Wuppertal barrierefrei“ am nächsten Freitag, 9. Mai, in Barmen ist es mir wichtig, durch mein Engagement vor Ort ein starkes Signal für mehr Teilhabe, Selbstbestimmung und Chancengleichheit in unserer Stadt zu setzen! Inklusion ist kein freiwilliges Entgegenkommen, sondern ein Menschenrecht und dafür müssen wir auch in Wuppertal weiterhin Barrieren abbauen.“
Seit 1992 wird der Europäische Protesttag genutzt, um auf die Rechte und Lebenslagen von Menschen mit Behinderungen aufmerksam zu machen. Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet Bund, Länder und Kommunen zu inklusiven Lebensverhältnissen – in Bildung, Arbeit, Wohnen, Gesundheit und Mobilität.
"Systematischer Ausbau"
„Leider klaffen Anspruch und Wirklichkeit immer noch auseinander“, betont Sandra Heinen als kommunale Behindertenbeauftragte. Konkret fordert sie den systematischen Ausbau barrierefreier Wohn- und Arbeitsangebote, den gleichberechtigten Zugang zu guter und inklusiver Bildung, einen offenen Arbeitsmarkt mit Assistenz- und Unterstützungsstrukturen sowie wichtige Reformen wie die Neufassung des Allgemeinen Gleichstellunggesetzes und des Behindertengleichstellungsgesetzes. Sie wurden auf der Bundesebene nach dem Bruch der „Ampelregierung“ zunächst gestoppt, nun steht für alle ein Neustart an. „Deshalb ist es gerade jetzt so wichtig, die Stimme zu erheben und aktiv um Unterstützung für das Thema Inklusion zu werben“, so Heinen.
Fest vor dem Rathaus
Eine Wuppertaler Veranstaltung zum Protesttag, die schon auf eine langjährige Tradition zurückblickt, ist der Aktionstag „Wuppertal barrierefrei“. Die Stadt, das Inklusionsbüro und der Beirat der Menschen mit Behinderung laden dazu alle Wuppertalerinnen und Wuppertaler ein. Bundesweit leben mehr als zehn Millionen Menschen mit einer Behinderung, in Wuppertal sind es knapp 40 000 Menschen.
In diesem Jahr findet die Veranstaltung „Wuppertal Barrierefrei“ am Freitag, 9. Mai, in der Zeit von 12 bis 17 Uhr auf dem Johannes-Rau-Platz in Barmen statt.
Dann besteht die Möglichkeit, mit Politikerinnen und Politikern und Vertretern der Stadtverwaltung ins Gespräch zu kommen und sich zu vernetzen. Ein vielfältiges Bühnenprogramm, über 35 engagierte Aussteller und die Tombola mit vielen Gewinnen bieten darüber hinaus ein Rahmenprogramm. Die Veranstaltung wird durchgehend von Gebärdensprachdolmetschern begleitet.