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WuppertalPressemeldung – 05.05.2025

Dolce Vita, Wagners Ring und alles Familie: Wuppertaler Bühnen stellen neues Spielzeitprogramm vor

Die Wuppertaler Bühnen laden ihr Publikum auf eine Reise ein: Im Kleinen das Große entdecken, mit den Künstler*innen mitfiebern – das bietet die Spielzeit 2025/26 mit großer Oper, Dramen im Schauspiel und bei Klängen des Sinfonieorchesters.

Oper Wuppertal beginnt mediterrane Entdeckungsreise

Eine musikalische Entdeckungsreise nach Italien – ins Land der Sonne, der Kunst und natürlich der Oper – wartet in der Spielzeit 2025/26 auf das Publikum in Wuppertal. Ein spannendes und vielseitiges Programm bietet nicht nur Kenner*innen und Erstbesucher*innen unvergessliche Erlebnisse, sondern bringt auch das Dolce Vita nach Wuppertal.

Als Auftakt ist Gioachino Rossinis zeitlose Komödie ›Il barbiere die Siviglia‹ in der Regie von Marie Robert zu sehen. Diese wartet nicht nur mit einem schillernden Netz aus Maskeraden und Intrigen, sondern bietet auch eine Reihe von unvergesslichen Melodien und weltbekannten Arien auf. Das Stück ist außerdem als gekürzte Version ›Große Oper klein‹ zu sehen. Danach wird sich die Regisseurin Mathilda du Tillieul McNicol Antonio Vivaldis zu Unrecht selten gespielten ›Griselda‹ widmen, um die extremen Machtgefälle von Herrschenden auf ihr direktes Umfeld zu untersuchen.

Als Koproduktion mit dem Musiktheater im Revier Gelsenkirchen wird das bewegende Musical ›Das Licht auf der Piazza‹ zu sehen sein. Gleichermaßen sensibel und unprätentiös zeigt Regisseur Carsten Kirchmeier darin die Geschichte einer jungen Frau, die trotz vermeintlicher Einschränkung selbstbewusst ihren Weg geht. Für die einfühlsame Musik erhielt Komponist Adam Guettel einen Tony-Award.

Im April wird endlich Phyllis Tates gleichermaßen aufregender wie unterhaltsamer ›The Lodger‹ in der Regie von Greg Eldridge die Bühne betreten, der das Publikum als kleinen Abstecher von der vielen Sonne in die schauerliche Atmosphäre des viktorianischen Londons entführt. In der Uraufführung ›Tuffi‹ von Christoph Ritter werden die OpernClubs Kids & Jugend unter der Regie von Clara Freitag erstmals auf der großen Opernbühne in einer eigenen Produktion spielen, die dem berühmtesten Elefanten Wuppertals (und darüber hinaus) ein liebevolles Denkmal setzt.

Zum Abschluss der Spielzeit löst in der komischen Oper ›Der Florentiner Hut‹ von Nino Rota ein Strohhut-fressendes Pferd eine turbulente Kette von Ereignissen aus. Mit dieser sommerlichen Komödie widmet sich die Oper Wuppertal der Bühnenkunst des italienischen Komponisten, der vor allem für seine zahlreichen Filmkompositionen (unter anderem von ›Der Pate‹) Berühmtheit erlangte.

Die Oper Wuppertal begrüßt mit gleich vier Wiederaufnahmen altbekannte Gesichter. Neben ›Don Giovanni‹, ›Von Thalia geküsst‹ sowie ›Hänsel und Gretel‹ wird auch die für den International Opera Award nominierte Inszenierung ›Erwartung / Der Wald‹ auf die Bühne im Opernhaus zurückkehren – zur Feier der CD-Veröffentlichung der Oper von Deutschlandfunk Kultur. Auch die genreübergreifende Veranstaltungsreihe ›Songs & Arien‹ wird in der Kooperation mit der INSEL fortgeführt. In diesem Jahr ist das Ensemble der Oper Wuppertal außerdem erstmals unter dem Titel ›Ein Sommernachtslied‹ beim Open-Air-Konzert auf dem Laurentiusplatz zu erleben.

Während die Einführungsveranstaltung ›Premieren-Teaser‹ wie gewohnt Einblicke in die anstehenden Premieren liefert, kommen auch die sogenannten ›SoundShirts‹ wieder zum Einsatz: Bei insgesamt 6 Terminen haben gehörlose und hörbeeinträchtigte Menschen die Möglichkeit, Opernklänge verwandelt in feine, differenzierte Vibrationen wahrzunehmen. Der Klang wird durch eine Reihe von haptischen (berührungsähnlichen) Empfindungen auf dem Oberkörper des Trägers oder der Trägerin zum Leben erweckt. Die genauen Termine mit SoundShirt sind dem Spielzeitheft zu entnehmen. Das kostenlose Programm ›Neu in der Oper?‹ wird ebenfalls fortgesetzt. Hier haben Opernneulinge die Möglichkeit, in kleiner Runde in die Welt der Oper einzutauchen und mit einem Probenbesuch erste Bühnenluft zu schnuppern.

Schauspiel Wuppertal stellt Spielplan für die Spielzeit 2025/26 vor

Das Schauspiel Wuppertal unter der Intendanz von Thomas Braus beleuchtet in der Spielzeit 2025/26 die Themen Familie und Heimat aus unterschiedlichen Perspektiven. Wo bin ich zu Hause? Wo finde ich Heimat? Was heißt für mich Familie und welche Bedeutung hat sie für mich?

Eröffnet wird die Spielzeit am 20. September mit der Adaption des vielfach ausgezeichneten Dogma Films ›Das Fest‹ um eine große familiäre Lebenslüge auf der Bühne des Opernhauses. Die Regie übernimmt Jenke Nordalm, die bereits ›Klimatrilogie‹ und ›atlas‹ am Haus inszenierte. Am 11. Oktober folgt ›Die Stunde da wir nichts voneinander wußten‹, ein besonderes Stadtprojekt für und mit Wuppertaler Bürger*innen. Das Familienstück zur Weihnachtszeit für alle ab 6 Jahren wird in diesem Jahr der beliebte Kinderbuch-Klassiker ›Die kleine Hexe‹ von Otfried Preußler sein. Auf der Opernbühne erwartet Klein und Groß ab dem 8. November ein zauberhaftes Abenteuer auf dem Blocksberg, für die Inszenierung zeichnet Johanna Landsberg verantwortlich. Samuel Becketts absurdes Theaterstück ›Endspiel‹ stellt seit seiner Uraufführung im Jahr 1957 die Zuschauer*innen durch seine verschiedenen Lesarten vor Rätsel. Die Inszenierung wird von Henner Kallmeyer, Moritz Müller und Silke Rekort am 6. Dezember auf die Bühne gebracht.

Die zweite Spielzeithälfte wird am 21. Februar 2026 mit ›Der Sandmann‹ nach E.T.A. Hoffmann eingeläutet. Karsten Dahlem inszeniert mit Hoffmanns »Nachtstück« über Normalität und Wahnsinn erstmals am Schauspiel Wuppertal. Hannah Frauenrath ist mit der Stückentwicklung ›Home sweet Home‹ erneut am Haus tätig. Ihre Uraufführung, die ab 10. April zu sehen sein wird, beschäftigt sich nicht nur mit gängigen Formen des Zusammenlebens, sondern stellt auch die Frage nach der eigenen Identität. In Kooperation mit dem FIDENA Festival für Figurentheater und Puppenspielkunst wird Regisseurin Anne Mulleners ›Das Tagebuch der Anne Frank‹ auf die Bühne bringen. Die Premiere findet am 9. Mai statt. Als letzte Premiere der Spielzeit wird ab dem 20. Juni Kästners ›Drei Männer im Schnee‹ gezeigt. Die Inszenierung seiner durch klugen Humor bestechenden Komödie liegt in den Händen von Roland Riebeling, dessen Erfolgsproduktion ›Arsen und Spitzenhäubchen‹ ebenfalls für wenige Vorstellungen zurückkehren wird.

Zahlreiche weitere Wiederaufnahmen runden das Programm des Schauspiels ab: Neben Suzie Millers Monolog ›Prima Facie‹ wird auch Thomas Braus mit Johann Kresniks Inszenierung von Dantes ›Die Hölle / Inferno‹ erneut zu sehen sein. Mit ›Fräulein Julie‹ wird die Kooperation mit dem Théâtre National du Luxembourg weitergeführt. Auch Goethes ›Faust‹ und ›Name: Sophie Scholl‹ von Rike Reiniger werden für wenige Termine auf den Spielplan zurückkehren. »Relax, enjoy and smile« heißt es, wenn Stefan Walz und Stefan Smailes mit ›Nightradio - No. 4‹ wieder über die Bühne grooven.

Jüngst ist der neue Jahrgang des Studiyous gestartet, in dem bereits seit der Spielzeit 2019/20 Menschen mit Behinderung zu professionellen Schauspieler*innen qualifiziert werden. In der fünften Ausgabe der ›Rampenschau‹ gestalten die neuen Studiyou-Mitglieder – Nina Jaunich, Marvin Löffler, Antonia Netter, Swaantje Reichenstein und Lars Windgassen – ihren eigenen Szenenabend. Sie geben darin einen ganz persönlichen Einblick in ihre künstlerische Arbeit und eröffnen zugleich neue Blicke auf das, was Theater sein und werden kann.

Die Lesereihe ›Das literarische Solo‹ findet weiterhin am ersten Donnerstagnachmittag im Monat in der CityKirche Elberfeld statt und der Publikumsliebling, die allseits beliebte ›UnvorhersehBar‹ wird wieder jeden zweiten Donnerstag im Monat die Besucher*innen im Kleinen Foyer des Opernhauses überraschen. Aufgrund des begrenzten Platzangebots wird um Voranmeldung bei der KulturKarte gebeten – frühestens möglich ab drei Monate vor dem jeweiligen Termin.

Unter der Leitung und Regie von Barbara Büchmann bringt das ›Junge Theater Wuppertal‹ am 12. September einen eigenen Theaterabend auf die Bühne im Theater am Engelsgarten. Das ›Theater der Generationen‹ (Regie und Leitung: Charlotte Arndt) zeigt mit ›Peer Gynt‹ in der Spielzeit 2025/26 die Geschichte des berühmten Titel-(anti)helden, samt all seiner gelebten, fantasierten und gescheiterten Träume. Die Premiere findet am 24. Januar 2026 statt. Weitere Details und mehr Informationen zu den vielfältigen Theaterpädagogik-Angeboten sind dem Education-Heft von Oper & Schauspiel 2025/26 zu entnehmen.

Patrick Hahn zieht in seiner Abschiedsspielzeit mit dem Sinfonieorchester Wuppertal alle Register

Mit der Spielzeit 2025/26 verabschiedet sich Patrick Hahn als Wuppertaler Generalmusikdirektor und hat für seine Abschiedsspielzeit einen umfangreichen Konzertkalender vorgestellt, in dem er ein letztes Mal alle Register zieht. So bringen das Sinfonieorchester Wuppertal und er ein außergewöhnliches Konzertprojekt auf die Bühne: Richard Wagners ›Ring des Nibelungen‹ als konzertante Aufführung in der Historischen Stadthalle Wuppertal. Auch auf allen anderen Konzertprogrammen finden sich wieder große und kleine, sinfonische und kammermusikalische, bekannte und weniger bekannte Werke der Musikgeschichte und -gegenwart. Das Wuppertaler Publikum erwarten zahlreiche musikalische Höhepunkte in den Sinfonie-, Chor-, Kammer-, Education- und Sonderkonzerten des Sinfonieorchester Wuppertal.

Mit seinem ›Ring des Nibelungen‹ bereitet Richard Wagner den Weg für ein monumentales Musikdrama, das die Grenzen von Oper als Gesamtkunstwerk neu definiert. Jetzt, 150 Jahre später, führen die Musiker*innen des Sinfonieorchesters mit Patrick Hahn an vier Konzertabenden ausnahmsweise Regie. Denn Richard Wagner vollbringt in seinem ›Ring‹ eine weitere musikalische Pionierleistung: Noch nie wurden Gefühle, Persönlichkeiten, Objekte und Orte so eng mit den Melodien der Partitur verwoben und kehren in Form von Leitmotiven in einer solchen dramaturgischen Dichte zurück. Dieses legendäre Gesamtkunstwerk ist in der Spielzeit 2025/26 mit einem internationalen Top-Ensemble vor beeindruckender Kulisse der Historischen Stadthalle Wuppertal zu erleben – etwa 40 Jahre nach der letzten Inszenierung im Tal.

Abseits monumentaler Musiktheaterliteratur finden sich auf den Konzertprogrammen neben Meisterwerken von Ludwig van Beethoven, Georg Friedrich Händel, Piotr I. Tschaikowski und Sergej Prokofjew musikalische Entdeckungen von Grażyna Bacewicz, Wynton Marsalis und Kurt Weill. Ehrengastdirigent Carl St. Clair hat ein Bernstein-Programm im Gepäck und Nikolai Rimski-Korsakow entführt das Publikum mit seiner Sinfonischen Dichtung ›Scheherazade‹ in die orientalischen Klangwelten aus »Tausendundeiner Nacht«. In seinen Abschiedskonzerten dirigiert Patrick Hahn im Juni 2026 Gustav Mahlers klanggewaltige 6. Sinfonie.

Außerdem sind in der Spielzeit 2025/26 hochkarätige Solist*innen mit dem Sinfonieorchester Wuppertal zu erleben, darunter Pianist Herbert Schuch, Violinistin Łucja Madziar und Joël Wöpke, stellvertretender Solocellist des Sinfonieorchester Wuppertal. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit dem gefeierten Frank Dupree Trio im Neujahrskonzert sowie mit Star-Trompeter Simon Höfele. Am Dirigentenpult geben sich namhafte Künstler*innen die Klinke in die Hand: Christian Reif, Daniela Candillari, Moritz Gnann, Felix Bender, Guillermo García Calvo und Simon Gaudenz.

Zum Spielzeitauftakt ist das Sinfonieorchester übrigens gleich zwei Mal bei freiem Eintritt auf dem Laurentiusplatz zu erleben: Patrick Hahn eröffnet seine Abschiedsspielzeit am Sa. 30. August 2025 mit dem traditionellen Opern Air Konzert und überrascht die Wuppertalerinnen und Wuppertaler einen Tag später mit einem Opernkonzert, für das er stimmgewaltige Unterstützung aus dem Opernensemble bekommt. In seinen drei Chorkonzerten gibt das Sinfonieorchester Wuppertal dem Chor der Konzertgesellschaft und dem Konzertchor Wuppertal wieder eine Bühne. Außerdem ist die Wuppertaler Kurrende mit Wolfgang Amadeus Mozarts Requiem erstmals in dieser Konzertreihe zu Gast. Die ›Uptown Classics‹ machen wieder Lust auf musikalische Entdeckungen in einzigartiger Atmosphäre. Das Sinfonieorchester ist an außergewöhnlichen Konzertorten in den Wuppertaler Nachbarschaften zu Gast, darunter das Nachbarschaftsheim am Platz der Republik, die Friedhofskirche und die codeks Arena. Wer noch näher dran sein möchte, ist bei den abwechslungsreichen Kammerkonzerten genau richtig, die an sechs Montagabenden im Mendelssohn Saal der Historischen Stadthalle Wuppertal stattfinden. Auch die Orgel-Akzente gehen mit renommierten Organist*innen und Solist*innen in die nächste Runde.

Das umfangreiche Education-Angebot bildet auch in der Spielzeit 2025/26 einen wichtigen Schwerpunkt in der Arbeit des Sinfonieorchester Wuppertal. Mit interaktiven Familien-, Schul- und Kindergartenkonzerten sowie ergänzenden Formaten begeistern die Orchestermitglieder Menschen aller Altersklassen und unterschiedlicher Herkunft für klassische Musik. In den interaktiven Familienkonzerten erzählt das Sinfonieorchester spannende Geschichten für Jung und Alt: Es taucht in die Märchenwelt von ›Peer Gynt‹ ein, erlebt ein magisches Abenteuer mit dem ›Nussknacker‹, beantwortet Publikumsfragen und verzaubert mit dem ›Sommernachtstraum‹. Es bekommt dabei Unterstützung von bekannten Gästen wie den Moderator*innen Malte Arkona, Nadja Karasjew, Christian Büchs und Juri Tetzlaff.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Hermine Fiedler

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