In einem vielschichtigen Parcours aus Tanz, Performance, Sprache und Klang erforscht die Produktion das Spannungsfeld von Präsenz und Abwesenheit – individuell, kollektiv, künstlerisch. Entstanden auf Einladung des Musée d’Art Moderne in Paris und des Max Ernst Museums Brühl, ist die Arbeit eine Auseinandersetzung mit der Frage, wie wir sichtbar bleiben – als Menschen, als Künstler*innen, als Körper in Bewegung. Emanuele Soavi und sein Team entwickeln gemeinsam mit dem Komponisten und Soundkünstler Johannes Malfatti ein immersives Raum-Erlebnis, das sich durch eine präzise, poetische Körperlichkeit und eine eindrucksvolle Klanglandschaft auszeichnet.
Die Wahl des Spielorts ist bewusst: Das zukünftige Pina Bausch Zentrum, ein Ort im Werden, öffnet sich als Möglichkeitsraum – offen, wandelbar. Die Architektur spiegelt das zentrale Thema der Produktion wider: Was heißt es, sichtbar zu sein in einer Welt, die sich ständig verändert? Wo beginnt Sichtbarkeit – und wo verschwindet sie wieder?
THE DAY I BECAME A CLOUD ist Teil des landesweiten Festivals tanz nrw 25, das in seiner zehnten Ausgabe aktuelle Arbeiten des zeitgenössischen Tanzes an besonderen Orten in ganz NRW präsentiert. In Wuppertal wird das Festival vom Kulturbüro Wuppertal mit den Choreograf*innen Thusnelda Mercy und Pascal Merighi kuratiert und macht an Orten wie der UTOPIASTADT, der INSEL, der Tanz Station – Barmer Bahnhof und dem zukünftigen Pina Bausch Zentrum Station. Tickets für THE DAY I BECAME A CLOUD sind unter Wuppertal-live.de erhältlich.
Emanuele Soavi incompany
Der italienische Choreograf und Performer Emanuele Soavi - mit Sitz in Köln - arbeitet seit 2012 mit seinem Team in Kooperation mit (inter-)nationalen Künstlern in verschiedenen Formaten an der interdisziplinären, strukturellen und künstlerischen Vernetzung auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Als „Brückenbauer“ zwischen Institution und freier Szene, Erbe und Gegenwart, Labor und Großprojekt, Forschung und Praxis, Künstlern und Publikum beschreitet er neue Wege.
Vermittlung und Austausch
Bereits am 13. Mai um 12 Uhr ermöglicht das Format tanz.backstage einen Blick hinter die Kulissen: Interessierte erfahren im Gespräch mit Beteiligten und durch Einblicke in die Probenarbeit mehr über künstlerische Entscheidungen, Arbeitsweisen und den Entstehungsprozess des Stücks. An beiden Aufführungsabenden (14. und 15. Mai) findet im Anschluss ein moderiertes Nachgespräch mit Emanuele Soavi und Gästen statt.
Zum Abschluss des Festivals lädt der Choreograf am 18. Mai zu einem Workshop in die Tanz Station – Barmer Bahnhof ein: Gemeinsam mit Bewegungsinteressierten wird dort an den Themen der Produktion körperlich weitergearbeitet.
Das Festival tanz nrw 25 wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und Aktion MENSCH. Das Programm in Wuppertal wurde durch das Kulturbüro Wuppertal, die Stadtsparkasse und die Firma Knipex ermöglicht.
Die Aufführungen von Emanuele Soavi incompany werden in Zusammenarbeit von
Kulturbüro, Thusnelda Mercy, Pascal Merighi und dem Pina Bausch Zentrum „under construction“ realisiert.