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WuppertalPressemeldung – 05.05.2026

Wuppertaler Literatur Biennale 2026: Programm jetzt online

Vom 7. bis 16. Mai 2026 findet die achte Wuppertaler Literatur Biennale statt. Zum Thema „Die Wut“ lädt das Festival für zeitgenössische Literatur und Diskurs zu rund 25 Veranstaltungen an verschiedenen Orten in Wuppertal ein. Das Programm ist nun online einzusehen.

Autorinnen und Autoren aus der Region und aus dem gesamten deutschsprachigen Raum lesen, diskutieren und reflektieren über eine Emotion, die das gesellschaftliche Klima der Gegenwart prägt wie kaum eine andere.

Woher kommt die Wut?

Wut ist in Kommentarspalten und Talkshows präsent, sie äußert sich in Protesten und politischen Konflikten ebenso wie in kulturellen Auseinandersetzungen um Sichtbarkeit und Zugehörigkeit. Die Wuppertaler Literatur Biennale fragt danach, woher diese Wut kommt, wie sie wahrgenommen wird – und wer sie überhaupt äußern darf. Dabei versteht das Festival Wut nicht nur als destruktive Kraft, sondern auch als Motor für Veränderung, als Überlebensstrategie und als Impuls für gesellschaftlichen Dialog.

Zu den eingeladenen Autorinnen und Autoren zählt unter anderem Navid Kermani, der seinen neuen Roman "Sommer 24" vorstellt und sich darin mit den Spannungen und Widersprüchen der Gegenwart auseinandersetzt. Auch Helga Schubert ist zu Gast: In ihrem Buch "Luft zum Leben. Geschichten vom Übergang" versammelt sie Texte aus sechs Jahrzehnten ihres literarischen Schaffens.

Historische und politische Dimensionen der Wut

Mit historischen und politischen Dimensionen von Wut beschäftigen sich weitere Programmpunkte: Jehona Kicaj erzählt in ihrem Debütroman "ë" von den Folgen des Kosovokriegs und von transgenerationalen Traumata innerhalb einer Familie. Anja Kampmann richtet in Die Wut ist ein heller Stern den Blick auf die Zeit des Nationalsozialismus und die zunehmende Bedrohung von Frauen am Beispiel einer Tänzerin auf der Reeperbahn.

Aktuelle Formen von Gewalt und gesellschaftlichen Konflikten thematisieren weitere Autorinnen des Festivals: Susanne Kaiser stellt mit "Witch Hunt" den zweiten Band ihrer gesellschaftskritischen Krimireihe vor, der sich mit digitaler Gewalt und öffentlicher Hetze gegen Frauen befasst. In einer gemeinsamen Lesung sprechen Dana von Suffrin und Clara Leinemann über toxische Beziehungen und Gewalt im Privaten.

Wut aus der Ecke des Irrationalen holen

Auch satirische und gesellschaftskritische Perspektiven finden Raum: Verena Keßler erzählt in "Gym" von Selbstoptimierung und Selbstzerstörung im Fitnessstudio-Milieu, während die österreichische Autorin Sandra Weihs in "Bemühungspflicht" ihre Erfahrungen aus der Sozialarbeit verarbeitet und die Wut auf bürokratische Ungerechtigkeiten literarisch sichtbar macht.

Mit ihren Veranstaltungen möchte die Wuppertaler Literatur Biennale die Wut aus der Ecke des Irrationalen holen und ihre gesellschaftlichen Ursachen sowie ihr politisches Potenzial zur Diskussion stellen. Literatur bietet dafür einen besonderen Raum: Sie kann Widersprüche aushalten, Emotionen sichtbar machen und Perspektiven eröffnen.

Dank an zahlreiche Förderer

Die Wuppertaler Literatur Biennale wird vom Kulturbüro der Stadt Wuppertal in Zusammenarbeit mit zahlreichen Kooperationspartnern veranstaltet. Die Kunststiftung NRW und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen stehen dem Festival als Hauptförderer zur Seite, weitere Unterstützer sind die Dr. Werner Jackstädt-Stiftung, die Sparkasse Wuppertal, die Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland sowie die Firmen Knipex und Barmenia. WDR3 ist Kulturpartner der Wuppertaler Literatur Biennale 2026.

Hier geht's direkt zum Programm

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Wuppertaler Literatur Biennale
  • Peter Hassiepen / Munich
  • Wuppertaler Literatur Biennale

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