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WuppertalPressemeldung – 27.04.2026

Sanierung der Stadthallen-Fassade beginnt

Die Zeit hat ihre Spuren an der Fassade der Historischen Stadthalle hinterlassen. In den 90er-Jahren wurde sie umfangreich saniert, doch Umwelteinflüsse und die damals verwendeten Materialien machen der Substanz zu schaffen. Nun müssen die Handwerker wieder ran.

„Die Stadthalle ist unser überregionales Aushängeschild und das erweiterte Wohnzimmer vieler kulturbegeisterter Besucherinnen und Besucher“, sagt Oberbürgermeisterin Miriam Scherff. „Mit ihrer überragenden Akustik und der wunderschönen Bausubstanz strahlt sie weit über das Bergische Land hinaus. Große Stars sind hier gern zu Gast, der Kalender ist immer gut gefüllt. Daher ist es uns wichtig, dass die Sanierung den laufenden Betrieb nicht über Gebühr stören soll. Natürlich bedeutet eine Baustelle immer auch eine Einschränkung, doch sollen die Veranstaltungen auch während der Arbeiten in gewohnter Qualität stattfinden können.“

Sanierung Schritt für Schritt

Silke Asbeck, Geschäftsführerin der Stadthalle: „Bereits in der Vorbereitung der Sanierung legen wir höchsten Wert auf Sorgfalt und Rücksichtnahme, um die Anforderungen beider Seiten zu berücksichtigen. Dabei liegt für uns der Fokus auf dem Erhalt unseres hohen Standards der Dienstleistungsqualität für unsere Veranstalter und Besucher.“

Nun beginnt der erste Bauabschnitt. „Wir gehen Schritt für Schritt vor, um den Betrieb in der Stadthalle aufrecht erhalten zu können“, erklärt Mirja Montag, Leiterin des städtischen Gebäudemanagements (GMW). „Um die Lärmbelastung durch die Fassaden-Arbeiten zu testen, haben wir im vergangenen Jahr eigens eine Probebaustelle eingerichtet. Dabei wurde ausgelotet, wie sich Bautätigkeit und Stadthallen-Alltag miteinander in Einklang bringen lassen können.“ 

Baustelle wird eingerichtet

Bei der Gelegenheit konnten Details und Schäden aus der Nähe beurteilt werden. Unterschiedliche Materialien an der Außen- und Innenwand, verschiedene Aufbauten und die Anschlusspunkte zum Dach machen die Sanierungsarbeiten immer wieder spannend. Bei Sichtung und Beprobung gewann das Team genauere Erkenntnisse über den Wandaufbau. 

Jetzt starten die vorbereitenden Arbeiten für die Baustelle. Dafür werden die Netze am südöstlichen Turm entfernt. Anschließend wird die Südfassade eingerüstet, um die Naturstein-Fassade denkmalgerecht zu reinigen, zu überholen und die Sandsteinfiguren zu restaurieren. Ursachen für Durchfeuchtungen werden beseitigt, am Dach müssen Anschlussstellen abgedichtet werden. Naturstein-Arbeiten, Putz- und Stuckarbeiten, Fensterarbeiten und Metallbau stehen an, Maler und Lackierer sind zudem im Einsatz. Eine besondere Herausforderung sind die Arbeiten an den je vier Figuren an den beiden Südtürmen, dafür werden spezialisierte Handwerker gebraucht. Noch nicht terminiert werden können die Dach- und Spenglerarbeiten, dort hat ein Bewerber Beschwerde gegen die Vergabe eingelegt. Derzeit ist das GMW in Abstimmung mit der Vergabekammer, mit welchem zeitlichen Rahmen zu rechnen ist, bis der Auftrag vergeben werden kann.

Banner überdeckt das Gerüst

Die gesamte Sanierung ist in vier Bauabschnitten vorgesehen. Jeder Bauabschnitt dauert etwa zwei Jahre. Damit die Optik stimmt, wird ein Meshbanner vor dem Gerüst gespannt, das die Südfassade zeigt und den Blick auf das Gerüst verdeckt.

Die Dach- und Fassadensanierung wird mit 2,6 Millionen Euro von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Das entspricht einer Förderquote von etwa 43 Prozent der förderfähigen Baukosten. Die weiteren Baukosten werden über Kreditmittel finanziert. Die Gesamtkosten für den ersten Bauabschnitt sind mit 13,5 Millionen Euro kalkuliert.

Der erste Bauabschnitt soll im Frühjahr 2028 beendet sein. Danach ist im zweiten Bauabschnitt die nächste Fassadenseite an der Reihe. 

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal

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