Die gemeinsam mit der Röntgensiedlung (in den 1920er Jahren) erbaute Guericketreppe zeigt mittlerweile deutliche Verschleißerscheinungen. In den vergangenen Jahren beeinträchtigten beschädigte Stufen, unebene Podeste und eine schwache Beleuchtung die Sicherheit der Passanten. Zudem fehlt insbesondere seheingeschränkten Menschen der nötige Kontrast auf den Stufen. Auch ein zweiter Handlauf ist bisher nicht vorhanden. Die Verwaltung beseitigt diese Mängel nun umfassend und orientiert sich dabei an der bereits denkmalgerecht sanierten Röntgentreppe.
Bestehende und neue Handläufe
Während der Bauarbeiten werden marode Betonstufen ausgetauscht und der Untergrund stabilisiert. Zudem setzen die Arbeiter barrierefreie Elemente ein, um die Bewegung auf der Treppe spürbar zu erleichtern. Die historischen Handläufe bleiben bestehen und werden restauriert. Auf der gegenüberliegenden Seite installieren Handwerker neue Handläufe. Anders als die alten Ausführungen befestigen die Monteure diese neuen Handläufe nicht an den angrenzenden privaten Mauern, sondern mit eigenen Pfosten direkt auf dem städtischen Grundstück.
Sanierung erfordert Sperrung der Treppe
Um den Fußweg in den Abendstunden deutlich aufzuhellen, stellt die Stadt drei neue Laternen auf. Diese entsprechen in ihrer äußeren Erscheinung den historischen Leuchten der benachbarten Röntgentreppe. Die Betonarbeiten starten am 24. August und dauern voraussichtlich bis Ende September. Direkt im Anschluss folgen die erforderlichen Schlosserarbeiten. Für die gesamte Dauer bleibt die Guericketreppe gesperrt. Fußgänger können in dieser Zeit auf die nahe gelegene Röntgentreppe ausweichen. Der Umweg beträgt oben etwa zehn Meter und unten rund 125 Meter. Die Gesamtkosten für die Modernisierung belaufen sich auf voraussichtlich 90.000 Euro.