Inhalt anspringen

WuppertalPressemeldung – 11.02.2026

Wichtige Zusagen für Kommunen noch nicht erfüllt –Wuppertal fordert zügige Umsetzung

Das Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ hat die nordrhein-westfälische Landesregierung erneut auf die erheblichen Finanzierungslasten der Kommunen hingewiesen. In diesem Zuge fordert auch Wuppertal die Landesregierung auf, die noch ausstehenden Versprechen jetzt dringend umzusetzen.

Vielen Städten und Gemeinden geht das Geld aus, weil die Ausgaben für Sozialleistungen immer weiter steigen. Bisher wurde das Problem der Altschulden nur zum Teil gelöst und viele versprochene Hilfen lassen noch auf sich warten. Da es Wuppertal und vielen weiteren Kommunen finanziell immer schlechter geht, müssen die geplanten Reformen jetzt schnell umgesetzt werden. Nur so können die Städte handlungsfähig bleiben und die soziale Sicherheit für die Bürger garantieren.

Die Stadt Wuppertal steht für eine stabile und sozial ausgewogene Weiterentwicklung der kommunalen Daseinsvorsorge. In diesem Zusammenhang betont das Bündnis, dass die Landesregierung noch ein Jahr Zeit habe, um die akuten Nöte der Kommunen zu adressieren, bevor der Wahlkampf an Fahrt aufnehme. Es sei unabdingbar, diese Zeit verantwortungsvoll zu nutzen und konkrete Schritte zur Umsetzung der offenen Versprechen zu liefern. 

Verlässliche Rahmenbedingungen gefordert

Oberbürgermeisterin Miriam Scherff unterstreicht hierzu: „Wir brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, damit unsere Stadt dauerhaft handlungsfähig bleibt und wichtige soziale Projekte nicht an der Finanzierung scheitern.“ 

Kämmerer Thorsten Bunte ergänzt: „Klare Finanzierungszusagen und pragmatische Verwaltungswege sind zentral, um in der aktuellen Lage die kommunalen Kernaufgaben sicherzustellen und die Bürgerinnen und Bürger nicht im Regen stehen zu lassen.“ Diese Perspektiven spiegeln sich auch in der Haltung des Aktionsbündnisses wider und nehmen die realen Anliegen der kommunalen Praxis auf.

Einfachere Förderregeln

Wuppertal und die Bündnisstädte fordern, dass das Land NRW seine Förderregeln vereinfacht. Aktuell verhindern komplizierte Vorschriften oft, dass dringend benötigtes Geld auch wirklich bei den Kommunen ankommt. Ziel ist es, die Verwaltungshürden abzubauen, damit Projekte schneller und leichter finanziert werden können.

Klare Ziele

Im Bereich Soziales und Umwelt gibt es klare Ziele: Eltern sollen durch ein kostenloses drittes Kita-Jahr und beitragsfreies Essen finanziell entlastet werden. Gleichzeitig wird ein langfristiges Förderpaket gefordert, das den Städten über 20 Jahre hinweg jährlich 300 Millionen Euro für den Klimaschutz garantiert, um sich gegen Wetterextreme zu wappnen.

Finanzierung muss geregelt werden

Ein großes Problem bleibt die Ganztagsbetreuung an Schulen. Die Städte verlangen hier ein Gesetz, das die Finanzierung klar regelt. Es gilt der Grundsatz: Wenn das Land neue Leistungen für die Bürger beschließt, muss es auch die vollständigen Kosten dafür tragen, damit die Kommunen sicher planen können.

Das Aktionsbündnis

Hintergrund des Aktionsbündnisses „Für die Würde unserer Städte“ ist eine Kooperation von 73 Kommunen aus acht Bundesländern, die gemeinsam rund zehn Millionen Menschen vertreten. Die Städte sehen sich insbesondere durch den Strukturwandel in einer angespannten Finanzlage mit steigenden Sozialausgaben konfrontiert. Die Mitgliedschaft der Stadt Wuppertal in diesem Bündnis bekräftigt das Engagement, konkrete und faire Lösungen zu fordern, die die kommunale Handlungsfähigkeit sichern und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger vor Ort stärken.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal

Auf www.wuppertal.de verwenden wir ausschließlich technisch notwendige Cookies sowie das Webanalysetool Matomo zur anonymisierten statistischen Auswertung. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit in unseren Datenschutzeinstellungen widerrufen. Weitere Informationen und Hinweise finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Datenschutzeinstellungen (Öffnet in einem neuen Tab)
Sprache auswählen
Seite teilen