Das Gebäudemanagement hatte den Wettbewerb im Oktober 2025 ausgelobt. Den fünf hierzu eingeladenen Kunstschaffenden wurden dabei keine engeren Vorgaben zu Gestalt und äußerer Form, Statik oder Dynamik gemacht - umso kreativer konnte gearbeitet werden. Jonas Hohnke konnte die insgesamt neunköpfige Jury mit seinen „SUN LIGHT SCREENS“ für sich gewinnen. Die Jury hat eine entsprechende Realisierungsempfehlung ausgesprochen.
"Licht, Wasser und Bewegung"
Der Künstler beschreibt sein Konzept so: „Das Projekt besteht aus zwei skulpturalen Elementen, jeweils gebildet aus sechs aufrechtstehenden, rechteckigen Glasscheiben, die strahlenförmig angeordnet sind. Die einzelnen Glasscheiben sind transparent und jeweils in einer der Spektralfarben Blau, Violett, Rot, Orange, Gelb und Grün eingefärbt. In Anlehnung an das Phänomen des gebrochenen Sonnenlichts filtern die Glaselemente das Tageslicht und projizieren farbige Lichtzonen in die Umgebung. Abhängig von Sonnenstand, Wetter und Bewegung der Besucherinnen und Besucher entstehen sich ständig verändernde Farbsituationen auf der Wiese, im Raum und auf anwesenden Personen.“
Das Preisgericht urteilte: „Der Entwurf überzeugt durch eine klare, ortsspezifische Grundidee, die die prägenden Elemente des Freibads – Licht, Wasser und Bewegung – in eine sinnlich erfahrbare künstlerische Arbeit übersetzt. Die farbigen Glaselemente greifen das Phänomen der Lichtbrechung und Spiegelung auf und machen es räumlich wie atmosphärisch erlebbar (…)“
Thema im Sportausschuss
„Wir freuen uns, dass wir das Freibad Mählersbeck auf diese Weise schmücken können. „Kunst am Bau“ bringt Farbe und Persönlichkeit in öffentliche Räume und ist eine Aufgabe des Förderprogramms. Als Freibad erfüllt die Mäh sowieso schon viele Zwecke – die Kunstobjekte von Jonas Hohnke fügen nun eine weitere Ebene hinzu, die den Ort nochmal besonders aufwertet“, sagt Mirja Montag, Betriebsleiterin des Gebäudemanagements Wuppertal (GMW).
Getagt hatte die namhaft besetzte Jury Ende Januar, an diesem Donnerstag, 5. Februar, ist der Sportausschuss über das Ergebnis informiert worden. Teil der Jury waren:
- Prof. Katja Pfeiffer, Professorin für Kunst mit dem Schwerpunkt künstlerische Praxis, Bergische Universität Wuppertal
- Dr. Anna Storm, stellvertretende Direktorin des Von der Heydt-Museums
- Dr. Beate Eickhoff, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Von der Heydt-Museums
- Georg von Estorff, Dipl.-Ing. Architekt, WP Architekten u. Ingenieure GmbH, Dortmund
- Matthias Schulte, Dipl.-Ing. Architekt, GMW
- Heike Reese, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Oberbarmen
- Nina Cleff, Vorsitzende des Bürgervereins Nächstebreck
- Frauke Frank, Abteilungsleiterin 209.2, Sport- und Bäderamt der Stadt Wuppertal
- Susanne Thiel, Abteilungsleiterin Objektmanagement, GMW
Gefördert durch Bundesprogramm
Für die Realisierung des ausgewählten Kunstentwurfs steht laut Wettbewerb ein maximales Gesamtbudget von 95.000 Euro zur Verfügung. Die Sanierung des Freibades Mählersbeck in Wuppertal einschließlich der Kunst am Bau wird gefördert durch das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“.