Anwohner, Mitarbeiter und Besucher wussten nur zu gut, wie gefährlich dieser weiße Fleck war, der keinen Handynetzempfang bot. In Notfällen waren Menschen oft gezwungen, auf andere Möglichkeiten zurückzugreifen, um Hilfe zu rufen – was in kritischen Situationen erhebliche Risiken mit sich brachte. Es kam auch mehrfach zu Hubschrauber-Einsätzen, da sich Wanderer in dem anliegenden Waldgebiet verlaufen hatten und nicht zurückfanden. Trotz mehrerer Versuche der Stadt, andere Mobilfunkanbieter für den Aufbau eines Masts zu gewinnen, blieb dieser Bereich bis dato unversorgt.
Sicherheit und Lebensqualität vor Ort
„Mit der erfolgreichen Beseitigung des größten Funklochs Wuppertals schließen wir nicht nur eine technische Versorgungslücke, sondern stärken die Sicherheit und Lebensqualität für Anwohner, Besucher und Rettungskräfte vor Ort. Eine flächendeckende Mobilfunkversorgung ist heute elementar – sie ermöglicht nicht nur digitalen Zugang und Kommunikation im Alltag, sondern schnelle Notruf-Verbindungen in kritischen Situationen, wo es zuvor oft keine Mobilfunkempfang gab. Dieser Meilenstein zeigt, wie wir durch Kooperation zwischen der Stadt und Netzbetreibern moderne Infrastruktur gezielt dort verbessern, wo sie gebraucht wird, und so die Erreichbarkeit und Aufenthaltsqualität im Wuppertaler Stadtgebiet nachhaltig erhöhen“, sagt dazu Sandra Zeh, Dezernentin für Digitalisierung.
Enge Zusammenarbeit der Stadt, Wupperverband und Telekom
Die enge Zusammenarbeit zwischen der Stadt Wuppertal, dem Wupperverband und der Telekom hat nun zur Realisierung dieses wichtigen Projekts geführt. „Die Ausgangssituation im engen Tal der Wupper war denkbar schwierig, um einen neuen Standort zu errichten“, sagt Frank Harksel, Mobilfunkbeauftragter der Telekom in Nordrhein-Westfalen. „Die Lage im Naturschutzgebiet war eine zusätzliche Herausforderung für die Umsetzung. Umso mehr freuen wir uns, dass es in enger Abstimmung mit der Stadt Wuppertal und dem Wupperverband gelungen ist, einen geeigneten Standort zu finden. Gemeinsam haben wir auch eine Lösung für die Anbindung mit Strom und Glasfaser erarbeitet.“
Weitere Anbieter sollen folgen
Mit dem neuen Mast wird sichergestellt, dass jeder in diesem Gebiet nun telefonieren und im Notfall einen Notruf absetzen kann. „Der neue Mobilfunkmast ist ein wichtiges Signal für die Sicherheit der Menschen in Wuppertal und Solingen“, sagt Nasim Veith-Eichmann, Mobilfunkkoordinatorin Stadt Wuppertal. Sie wird sich auch in Zukunft dafür einsetzen, dass weitere Anbieter den neuen Mobilfunkmast nutzen werden, um die Netzabdeckung in diesem Bereich weiter zu verbessern.
Hintergrundinfos zur Anlage der Telekom
Der neue Standort befindet sich auf dem Gelände der Kläranlage Buchenhofen. Für die Anbindung kann die Telekom Teile der Glasfaser-Infrastruktur der Kläranlage mitnutzen und die Stromversorgung erfolgt nachhaltig über die Biogasproduktion der Anlage. Der neue Stahlgittermast ist 25 Meter hoch und steht auf einer Anhöhe. So wird die erforderliche Gesamthöhe erreicht, um die auch wichtige Verbindungsstraße L 74 mit Mobilfunk zu versorgen. Am Mast ist modernste Antennentechnik für LTE und 5G montiert. Die Statik des neuen Mastes ist so ausgelegt, dass andere Netzbetreiber ihn auf Wunsch mitnutzen können.