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WuppertalPressemeldung – 12.02.2026

Wald-Pflege auf der Königshöhe

Die städtische Forstabteilung beginnt Ende Februar mit wichtigen Pflegearbeiten im Waldgebiet auf der Königshöhe. Ziel ist, den Wald langfristig zu stärken und ihn an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen.

Die städtische Forstabteilung beginnt mit wichtigen Pflegemaßnahmen im Waldgebiet auf der Königshöhe, um den Wald langfristig zu stärken und ihn an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen. Ziel ist es, einen stabilen, artenreichen und widerstandsfähigen Mischwald zu entwickeln.

Gezieltes Fällen dient dem Artenreichtum

Diese für die nachhaltige Wald-Entwicklung notwendigen Maßnahmen schaffen zusätzlich Synergien mit Blick auf die BUGA, hier vor allem den Bau der geplanten Seilbahnstation. Wird sie realisiert, muss ein entsprechender Bauplatz geschaffen werden. In diesem Zuge würden Bäume, die aktuell noch mitten im Wald stehen, dann an einem neuen Waldrand stehen. Erfolgt solch ein Schritt plötzlich, erhöht dies das Risiko für Sturmwurf, Sonnenbrand und andere Witterungsstörungen. Indem einzelne Bäume entnommen werden, werden die verbleibenden Bäume behutsam auf die zukünftige Situation vorbereitet. 

Im Mittelpunkt der Arbeiten steht zudem die Förderung jener Baumarten, die mit zukünftigen klimatischen Bedingungen besser zurechtkommen. Das gezielte Fällen einzelner Bäume dient dabei der langfristigen Sicherung des Artenreichtums: Die verbleibenden Bäume erhalten mehr Licht, Kronenraum und Platz für ihre Wurzeln. Dadurch können sie kräftiger wachsen, sind in Trockenperioden weniger anfällig und tragen zu einem insgesamt stabileren Waldgefüge bei. Durch den verstärkten Lichteinfall entwickeln sich zudem Naturverjüngung sowie Kraut- und Strauchschichten – wichtige Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Rückepferde im Einsatz

Für den Transport des Holzes setzt die Stadt hier auf tierische Unterstützung. Mit Rückepferden werden die Holzstämme an den Waldrand gezogen, wo sie von LKWs verladen werden können. Der Einsatz von Rückpferden ist besonders bodenschonend. 

Aus ökologischen Gründen bleibt das Astreisig der gefällten Bäume im Bestand. Es bietet Vögeln Unterschlupf und Nistmöglichkeiten, fördert die biologische Vielfalt und gibt dem Nährstoffkreislauf wertvolle Substanzen zurück, was zu einem gesunden Waldboden beiträgt. 

Während der Fällarbeiten und des Holztransports kann es – insbesondere bei ungünstiger Witterung – vorübergehend zu Behinderungen auf den Wegen kommen. Die Abteilung Forsten bittet hierfür um Verständnis. Die befestigten Wege werden nach Abschluss der Maßnahmen wieder freigeräumt und bei Bedarf im kommenden Sommer ausgebessert. Auf unbefestigten Trampelpfaden verbleiben hingegen die Baumkronen, damit sich die Natur dort ungestört regenerieren kann. 

Absperrungen beachten: Lebensgefahr droht

Waldbereiche, in denen Bäume gefällt werden, dürfen nicht betreten werden. Darauf weist die städtische Forstverwaltung hin. Das gilt auch für die Wege (Landesforstgesetz).  

Das Verbot dient der Sicherheit der Waldbesucher: Umstürzende Bäume oder fortgeschleuderte Äste können sogar für Lebensgefahr sorgen. Mindestens 50 Meter Sicherheitsabstand zu den Arbeitenden mit den Sägen müssen eingehalten werden. Die gefährlichen Zonen sind mit gut sichtbarem rot-weißem Band abgesperrt. Sind die Durchforstungen in einem Abschnitt beendet, wird er wieder freigegeben.

Nachhaltige Forstwirtschaft

Die Holznutzungen in den Stadtwäldern sind „nachhaltig“, das heißt, seit sieben Jahrzehnten wachsen in den Stadtwäldern mehr Bäume nach, als gefällt werden. Das zeigten die Ergebnisse der Forstinventur. Trotz Orkanschäden durch „Kyrill“ und trotz regelmäßiger Baumfällungen nahm die Stadtwaldfläche stetig zu: Das Durchschnittsalter der Bäume und der Holzvorrat sind aktuell so hoch wie seit Jahrhunderten nicht.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal
  • Stadt Wuppertal

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