Gleich im ersten Raum erwartet die Besucher ein "Strandbiest": Die Gerätschaft wurde extra in Einzelteilen in Wuppertal angeliefert und in der Kunsthalle aufgebaut. Rein mit Windkraft betrieben, lässt der niederländische Künstler und Erfinder Theo Jansen seine Kreaturen normalerweise unter freiem Himmel kreisen und fahren. In der Kunsthalle ist das neben dem Orginal im Video zu erleben.
Mathe und Kunst im Austausch
Die Installation mit zwei Handschuhen von Maximilian Petzold lädt zum Spielen ein: Wenn sich die Fingerspitzen berühren, entsteht ein Ton - und bei mehreren Fingern ein Akkord. Thomas Rentmeister zeigt eine Skulptur aus Alltagsmaterialien, Aaron Göke eine Reihe von Zeichnungen. In diesem Raum dient eine deckenhohe Kreidetafel als Austragungsort für mathematische Berechnungen.
Sabrina Fritsch hat gleich einen ganzen Raum mit rechteckigen und quadratischen Formen farbenfroh gestaltet. Auf dem Boden sucht eine Herde von technischen Schafen die richtige Distanz zu den Besuchern. Kreiert haben sie Studierende des Teilstudiengangs Interaktive Medien.
Vogelschwärme und digitale Zeichenmaschinen
Die Grafikerin Katja Davar beschäftigt sich mit Vogelschwärmen als komplexe, sich selbst organisierende Systeme. Die Ergebnisse sind neben einer Arbeit von Attila Csorgo und einem Projekt von Studierenden der Architektur zu sehen. Sie entwickelten mit Hilfe von Spinographen digitale Zeichenmaschinen.
Kettenreaktion und Petersdom
Die Bilder von Theresa Weber arbeiten mit Überlagerungen, Verdichtungen und Knoten. Das Geflecht von Verbindungen lässt viele Deutungen zu. Im selben Raum ist der Film "Der Lauf der Dinge" von Peter Fischli und David Weiss zu sehen: Eine lange Kettenreaktion mit vielen unerwarteten Wendungen. Außerdem hat Philip Grönung ausgewertet, welches die meist-fotografierten Motive im Internet sind. Herausgekommen ist eine Bilderreihe mit dem Titel "Statistische Pieta", die Teile des Petersdoms in Rom zeigt.
Wuppertaler Wunderkammer
Die Fakultät für Design und Kunst hat die "Wuppertaler Wunderkammer" diesmal interdisziplinär mit dem Sonderforschungsbereich Port-Hamiltonian Systems gestaltet. Im Zentrum stehen Werke, die Prinzipien mathematischer Modellbildung reflektieren. Gezeigt werden Installationen, Objekte, Videos und interaktive Experimente.
Zu sehen ist die Ausstellung donnerstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei.
Wie immer wird die Ausstellung der Uni Wuppertal von einem Begleitprogramm flankiert.
Mehr Infos unter kunsthallebarmen.de (Öffnet in einem neuen Tab)