Mit Kunst und Kultur kann man nicht früh genug anfangen! Je früher Kunst und Kultur im Alltag von Kindern und Jugendlichen einen Platz haben, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie einen Schatz gewinnen, der sie ein Leben lang bereichert: als Besucherinnen und Besucher von Museen, Theatern, Opern-, Ballett- und Konzerthäusern oder selbst als Künstlerin und Künstler. Mit dem Landespreis „Kommunale Gesamtkonzepte für Kulturelle Bildung“ zeichnet das Ministerium für Kultur und Wissenschaft deshalb Städte und Kreise aus, die hervorragende strukturelle Bedingungen schaffen, um Kindern und Jugendlichen einen frühen Zugang zu Kunst und Kultur zu erleichtern.
Wuppertal als Wiederholungstäter
In der aktuellen Förderrunde erhält die Stadt Wuppertal diese Auszeichnung zum zweiten Mal. Oberbürgermeisterin Miriam Scherff nahm am Freitag, 23. Januar, den Förderbescheid in Höhe von 15.000 Euro entgegen.
Gonca Türkeli-Dehnert, Staatssekretärin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen: „Kulturelle Bildung ist der Schlüssel zur Teilhabe an kulturellen Angeboten. Mit unserem Landespreis unterstützen wir Kommunen und Kreise dabei, allen Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen. So können junge Menschen ihre Begabungen und Interessen entdecken, eigene Ausdrucksformen entwickeln und eine nachhaltige Begeisterung für Kunst und Kultur entfalten. Damit stärken wir die Kulturlandschaft in Nordrhein-Westfalen insgesamt.“
Stadt und Freie Szene Schulter an Schulter
Die Stadt Wuppertal, größte Stadt im Bergischen Land, wurde 2022 erstmals mit dem Preis Kommunale Gesamtkonzepte ausgezeichnet. Den Anstoß zum Konzept hatte die Freie Szene im Corona-Lockdown 2021 gegeben. Seither arbeiten Stadt und die Freie Szene eng zusammen, etwa in der Steuergruppe Kulturelle Bildung. Gemeinsam wurden Formate wie das Festival der Kulturellen Bildung und die Arbeitsgemeinschaft Junge Perspektiven geschaffen. Eingebunden sind weitere Träger wie die Junior Uni, der KulturKinderGarten und das Von-der-Heydt-Museum.
Junge Menschen einbeziehen
Junge Menschen, die ihre Perspektiven und Wünsche einbringen, sind zentraler Bestandteil des Konzepts: Für eine Filmreihe zur Frage „Warum wir Kunst machen“ wurden 50 künstlerisch aktive Kinder und Jugendliche aus Wuppertal interviewt und gefilmt – vom Theater über Musik bis zu Graffiti und Hip-Hop-Tanz. Die Jury hat besonders beeindruckt, dass mehrsprachige und inklusive Angebote künftig noch stärker die kulturelle Vielfalt der Stadt spiegeln sollen. Geplant ist zudem die Gründung einer Koordinierungsstelle, um die Projekte noch besser zu vernetzen.
Oberbürgermeisterin: "Macht uns alle sehr stolz!"
Oberbürgermeisterin Miriam Scherff: „Ich sehe Kulturelle Bildung als wesentlichen Baustein im gesamtstädtischen Strategieplan. Deshalb müssen wir schon früh den Zugang zu Kultur und Bildung ermöglichen. In Wuppertal ist es der Arbeitsgruppe Kulturelle Bildung gelungen, in ihrer Kooperation mit Stadt und Freier Szene neue Ansätze zu entwickeln und tragfähige Strukturen zu schaffen. Kinder und Jugendliche werden als Zielgruppe in die Arbeit eingebunden und so direkt angesprochen. Dass wir nun schon zum zweiten Mal für diese Arbeit ausgezeichnet werden, freut mich sehr und macht uns alle sehr stolz!“
Seit 2007 würdigt das Land mit dem Wettbewerb besonderes kommunales Engagement in der Kulturellen Bildung. Seither wurden 95 nordrhein-westfälische Städte, Gemeinden und kommunale Verbünde ausgezeichnet.
Insgesamt werden in diesem Jahr neben Wuppertal sieben weitere Preisträger ausgezeichnet. Gefördert werden etwa Konzepte, die durch Vernetzung von Ämtern, freien Künstlerinnen und Künstlern sowie Kultur-, Jugend- und Bildungseinrichtungen an der Qualität ihrer kulturellen Bildungslandschaften arbeiten. Kindern und Jugendlichen soll so dauerhaft der Zugang zur Kulturellen Bildung ermöglicht werden.