Mit Liedern, Segenswünschen und klaren Botschaften machten die Kinder und Jugendlichen auf der Rathaustreppe und im Lichthof auf die diesjährige Aktion Dreikönigssingen aufmerksam, die 2026 unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ steht.
Trotz Verbot Millionen Kinder zur Arbeit gezwungen
Im Mittelpunkt der Aktion steht der Einsatz für Kinderrechte und der Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit. Als Kinderarbeit bezeichnet man Einkommen schaffende Tätigkeiten, für die Kinder zu jung sind, die sie vom Schulbesuch abhalten und die ihrer Gesundheit und Entwicklung schaden. Ausbeuterische Kinderarbeit verletzt Kinderrechte und ist international verboten.
Trotzdem arbeiten weltweit noch immer rund 138 Millionen Kinder im Alter zwischen 5 und 17 Jahren, davon 54 Millionen unter besonders gefährlichen und gesundheitsschädlichen Bedingungen. Das Ziel der Weltgemeinschaft, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, wurde damit deutlich verfehlt. Produkte aus Kinderarbeit gelangen auch in Deutschland in den Handel.
Mit ihrem Besuch im Rathaus und ihrem Engagement machen die Sternsinger auf diese globalen Zusammenhänge aufmerksam und sammeln Spenden für Projekte, die Kindern weltweit den Schulbesuch ermöglichen und sie vor Ausbeutung schützen. Ihr Einsatz steht stellvertretend für die Hoffnung auf eine Zukunft, in der Kinder lernen dürfen – statt arbeiten zu müssen.