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WuppertalPressemeldung – 07.07.2026

Pina Bausch Zentrum: Verwaltung schlägt nächsten Verfahrensschritt vor

Aus dem ehemaligen Schauspielhaus soll ein internationales Zentrum für Tanz werden. Die Planungen für den Um- und Ausbau des denkmalgeschützten Gebäudes gehen nun in eine neue Phase: Die Verwaltung bringt die Vorlage in die Ratsgremien ein, Mittel für die Genehmigungsplanung bereit zu stellen.

„Das Pina Bausch Zentrum ist für Wuppertal eine Jahrhundertchance. Nur wenige Städte weltweit verfügen über ein kulturelles Erbe von vergleichbarer internationaler Strahlkraft und Bedeutung für die Kunst- und Kulturlandschaft wie das Vermächtnis von Pina Bausch“, sagt Oberbürgermeisterin Miriam Scherff, die bis zum Amtsantritt des neuen Kulturdezernenten den Fachbereich verantwortet. „Wuppertal ist auf den großen Bühnen der Welt untrennbar mit Pina Bausch verbunden. Die Tanzcompagnie trägt seit Jahrzehnten als kulturelle Botschafterin der Stadt Wuppertal ihren Namen in internationale Kulturmetropolen von New York bis Tokio, von Paris bis Sao Paulo. Dieses weltweit anerkannte künstlerische Erbe ist in Wuppertal beheimatet. Damit hat die Stadt die Möglichkeit, aus seiner eigenen Geschichte heraus einen Ort von internationaler Strahlkraft zu schaffen.“

Mehr als ein Gebäude

Das Pina Bausch Zentrum soll daher nicht nur als Gebäude fungieren. Es verbindet die Bewahrung eines außergewöhnlichen kulturellen Erbes mit zeitgenössischer Kunst, Forschung, Bildung, Teilhabe und internationalem Austausch. Hier soll ein lebendiger Ort entstehen, an dem Menschen aus aller Welt zusammenkommen, um Kunst zu erleben, zu erforschen und weiterzuentwickeln. 

Darüber hinaus bietet das Zentrum große Chancen für die Stadtentwicklung. Es stärkt die Attraktivität Wuppertals als Kulturstandort, zieht Besucher aus dem In- und Ausland an, schafft wirtschaftliche Impulse für Gastronomie, Hotellerie und Einzelhandel und erhöht die weltweite Sichtbarkeit der Stadt nachhaltig. 

Entwurfsplanung beschleunigt

Die Entwurfsplanung wurde im vergangenen Jahr beschleunigt, um für die Bestandsgebäude, Schauspielhaus und Sopp‘scher Pavillon, die Fördermittel fristgerecht beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) zu beantragen. Die Prüfung aller Unterlagen durch das GMW wurde Ende Juni abgeschlossen. Zurzeit arbeiten die Planungsbüros die Prüfergebnisse des GMW in ihre Unterlagen ein.

 

Der Kerninhalt der Genehmigungsplanung, der so genannten Leistungsphase 4, ist das Erarbeiten und Zusammenstellen der Unterlagen, Nachweise und Berechnungen, die für öffentlich-rechtliche Genehmigungen erforderlich sind, und deren Einreichung bei den Behörden. Hier liegt der Fokus auf einer sorgfältigen Erarbeitung der erforderlichen Unterlagen, da für ein komplexes Projekt dieser Größenordnung besonders viele Fachämter einbezogen werden müssen. Diese Leistungsphase soll zum 30. November dieses Jahres abgeschlossen sein. 

Kontinuierliche Weiterentwicklung

Die vorzeitige Freigabe der erforderlichen Mittel für die Genehmigungsphase vor dem Ratsbeschluss zum Gesamtprojekt Ende September 2026 ist notwendig, um die kontinuierliche Weiterführung der Planungsleistungen sicherzustellen. Nur so können die beteiligten Fachplanungsbüros das Projekt weiterhin in ihren Kapazitätsplanungen berücksichtigen und die hierfür erforderlichen personellen Ressourcen vorhalten.

Ohne eine entsprechende Beauftragung ist davon auszugehen, dass die bislang eingesetzten Fachplanerinnen und Fachplaner künftig nicht mehr im bisherigen Umfang zur Verfügung stehen. Dies würde zu Wissensverlusten, zeitlichen Verzögerungen sowie potentiellen Mehrkosten führen.

Wenn die Ratsgremien und abschließend der Rat der Stadt zustimmen, werden dem städtischen Gebäudemanagement (GMW) die benötigen Mittel zur Beauftragung in Höhe von 1,2 Millionen Euro freigegeben.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Diller Scofidio + Renfro
  • Diller Scofidio + Renfro

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