Wertschätzung und Dankbarkeit
Oberbürgermeisterin Miriam Scherff würdigte im Kreise vieler Mitarbeiter, Führungskräfte und Vertreter der Kommunalpolitik die große Kompetenz, Verlässlichkeit und Ruhe, mit der Bunte in den vergangen drei Jahren das Amt wahrgenommen habe. „Die Aufgabe des Kämmerers“, so Scherff, „ist von besonders großer Verantwortung geprägt, von Möglichkeiten und Priorisierungen und oft von unbequemen Wahrheiten. Die Handlungsfähigkeit der Stadt zu erhalten, ist immer das höchste Ziel.“
Mit Humor und Bodenständigkeit habe Bunte vieles erklären, vermitteln und auch beruhigen können. „Du lebst deinen Beruf und hast in den vergangenen drei Jahren hier deutliche Spuren hinterlassen. Es ist ein Abschied voller Wertschätzung und Dankbarkeit“, betonte Scherff.
Dynamik und Veränderungen
Der scheidende Kämmerer, der zum 1. Juli in Dortmund die Nachfolge von Jörg Stüdemann als Kämmerer seiner Heimatstadt Dortmund antreten wird, bedankte sich seinerseits mit einer beeindruckenden Rückschau und einer Liebeserklärung an Wuppertal.
Dass er sich nach drei Jahren als dienstältester Dezernent verabschiede, zeige die Dynamik und Veränderungen der jüngsten Zeit. „Die Fülle der Themen und Herausforderungen in dieser Phase habe ich in dieser Intensität noch nicht erlebt“, betonte Bunte. „Aber der Teamgeist und das Engagement in meinem Geschäftsbereich und der gesamten Verwaltung waren ebenfalls prägend.“
Bange machen gilt nicht
Thorsten Bunte nannte große Projekte seiner Amtszeit: die Kraftakte der Haushaltsaufstellungen, die Änderungen im Vergabebereich, die Grundsteuerreform, die in Wuppertal auch dank der Politik im Vergleich mit anderen Städten relativ unaufgeregt umgesetzt werden konnte, die gewaltige SAP-Umstellung in der Verwaltung. Vorhaben, wie die Schulbau-Offensive, der Rettungsdienstbedarfsplan oder die Multifunktionsarena habe man gemeinsam vorangebracht. „Und die Altschuldenlösung des Landes hat gezeigt, dass Beharrlichkeit doch manchmal von Erfolg gekrönt ist.“
„Ich freue mich auf die neue Aufgabe in meiner Heimatstadt, aber heute überwiegen die Wehmut und der Dank für die gute Zusammenarbeit.“ Wuppertal sei als Stadt eine faszinierende Mischung aus Industriegeschichte, Kultur und vielem mehr. „Es war mir eine Freude und Ehre für die Stadt Wuppertal zu arbeiten.“
Zu seinem Abschied mahnte Thorsten Bunte, die Krise immer auch als Chance zu sehen: „Bange machen gilt nicht.“