Die andauernde Hitze und die erhöhten Ozonwerte gefährden die Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger, aber insbesondere die vulnerabler Bevölkerungsgruppen. Die Stadt Wuppertal bittet die Bevölkerung daher um erhöhte Aufmerksamkeit und empfiehlt, sich über Schutzmaßnahmen zu informieren.
Alleinstehende, ältere Menschen besonders gefährdet
Gesundheitsdezernentin Katrin Linthorst appelliert an alle Wuppertalerinnen und Wuppertaler: „Halten Sie sich möglichst nicht in der Sonne auf, trinken Sie ausreichend, am besten Wasser. Vermeiden Sie körperliche Anstrengung bzw. verlegen Sie diese wenn möglich in die frühen Morgen- oder in die Abendstunden. Schützen Sie ihre Haut durch Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Halten Sie Ihre Wohnräume möglichst kühl und ziehen Sie sich dem Wetter angemessen an, mit leichter Kleidung und Kopfbedeckung.“
Besonders gefährdet sind bei den aktuellen Temperaturen alleinstehende, ältere Menschen. Besonders deswegen bittet die Stadt darum, auch auf Nachbarn, Verwandte und Bekannte ein wachsames Auge zu haben.
Hinweise in der Übersicht:
Menschen, die wohnungslos oder suchtkrank sind, können in den Hilfsangeboten der Wohnungs- und Suchthilfe Wasser, Schatten und andere Unterstützungsmöglichkeiten erhalten. Streetworker weisen Menschen auf der Straße aktiv auf diese Hilfsmöglichkeiten hin.
Die städtische Feuerwehr und sowie der Rettungsdienst sind auf die Wetterlage vorbereitet. Wegen der trockenen Hitze ist die Gefahr von Wald- und Flächenbränden erhöht. Die Feuerwehr weist erneut darauf hin, dass Grillen im Wald oder auf Wiesen ohnedem verboten ist, bei einem Wetter wie diesem reiche oft ein Funken, um ein Feuer auszulösen. Der Rettungsdienst ist personell auf ein erhöhtes Einsatzaufkommen eingestellt. Bei Symptomen wie Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Verwirrtheit oder Kreislaufproblemen sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Bei starken Symptomen und Bewusstseinsveränderung sollten Bürgerinnen und Bürger den Rettungsdienst unter der 112 verständigen.
Die städtischen Kitas bleiben auch morgen, 26. Juni, weitestgehend geöffnet. Sollte die Hitzebelastung in einzelnen Einrichtungen zu hoch werden, wird die jeweilige Leitung die Eltern informieren und gegebenenfalls bitten, die Kinder abzuholen. Bei Detailfragen, vor allem zu den Kitas in freier Trägerschaft, sollten sich die Eltern direkt an die Leitung der Einrichtung wenden.
Die Möglichkeiten der Schulen, verkürzten Unterricht oder „hitzefrei“ anzubieten, sind über einen Landeserlass geregelt. Die Nachmittagsbetreuung im Rahmen der Offenen Ganztagsschule findet grundsätzlich statt. Hier gelten die gleichen Einschränkungen wie bei den Kitas. Auch hier geben die einzelnen Schulen Auskunft.
Trotz der klaren Warnung vor Sport in der Mittagszeit oder in der Sonne bleiben die städtischen Sportanlagen geöffnet. Das Sport- und Bäderamt appelliert an die Eigenverantwortung der Sportlerinnen und Sportler sowie der Badegäste. Die Sportvereine werden noch einmal gesondert informiert.
Mehr Tipps und Hinweise zum richtigen Verhalten bei starker Hitze und zu kühlen Orten in Wuppertal stehen im Hitzeportal (Öffnet in einem neuen Tab) der Stadt. Dort finden sich unter anderem Hinweise zu Trinkwasserbrunnen, kühle Aufenthaltsorte, Möglichkeiten zum Auffüllen von Wasserflaschen (Refill-Stationen) sowie weitere Verhaltenshinweise und Warnungen.