„Ich freue mich sehr, in meinem ersten Jahr als Oberbürgermeisterin der Stadt Wuppertal den Von der Heydt-Kulturpreis an den Musiker Werner Dickel und die Bildhauerin Jaana Caspary verleihen zu dürfen. Beide bereichern mit ihrem einzigartigen künstlerischen und kuratorischen Wirken die Kulturszene dieser Stadt und sind mit Ihren Werken international gefragt.“, so Oberbürgermeisterin Miriam Scherff. „Ihre Erfolgsgeschichten machen deutlich, dass Wuppertal eine Kulturstadt ist. Wir können uns glücklich schätzen, dass Werner Dickel und Jaana Caspary Teil der Kulturstadt Wuppertal sind und ein Stück Wuppertal in die Welt tragen.“
Von der Heydt-Kulturpreis: Hauptpreis 2026 geht an Werner Dickel
Der mit 12.500 Euro dotierte Von der Heydt-Kulturpreis geht in diesem Jahr an den Wuppertaler Musiker und Kulturakteur Werner Dickel (geb. 1959), der auf einzigartige Weise künstlerische Exzellenz mit Förderung und Stärkung der Wuppertaler Musikszene verbindet. Während seiner internationalen Karriere – so als Mitglied des Ensemble Modern, als Solobratschist der Camerata Academica Salzburg oder des Chamber Orchestra of Europe – verlor er Wuppertal als seinen Kraft- und Wirkungsort nie aus den Augen. Als langjähriger Professor für Viola und Kammermusik an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, Standort Wuppertal, setzte er sich weit über den akademischen Betrieb hinaus für die Förderung des musikalischen Nachwuchses ein. So gründete er 2009 die Kammerphilharmonie Wuppertal. Als feste Größe der Wuppertaler Kulturszene rief er die Konzertreihe „Musik auf dem Cronenberg“ ins Leben und ist als Kurator der Peter Kowald Gesellschaft/ort e.V. Brückenbauer zwischen klassischer und experimenteller Musik.
Werner Dickel ist ein herausragender Musiker, Lehrer, Musikvermittler, Konzertveranstalter und Vernetzer, dem es immer ein besonderes Anliegen war und ist, neben der eigenen künstlerischen Karriere, sein Wissen und seine Erfahrungen weiterzugeben und Zugänge zu musikalischen Erlebnissen jenseits der großen Konzertsäle zu eröffnen.
Von der Heydt-Kulturpreis: Förderpreis 2026 geht an Jaana Caspary
Der mit 5.000 Euro dotierte Förderpreis geht in diesem Jahr an die Wuppertaler Bildhauerin und Kuratorin Jaana Caspary (geb. 1988). In ihrer noch jungen künstlerischen Laufbahn ist Jaana Caspary bereits mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet worden, und ihre Arbeiten wurden und werden an renommierten Ausstellungsorten präsentiert wie 2023 im Skulpturenpark Waldfrieden oder 2025 im Von der Heydt-Museum anlässlich der Verleihung des Dieter-Krieg-Preises. Bereits dieser Werdegang dokumentiert die besondere künstlerische Qualität des Werkes von Jaana Caspary. Ihre künstlerische Arbeit ist geprägt von einem unverwechselbaren Umgang mit gewöhnlichen Alltagsgegenständen, die ihr als Impulse für ihre klein- wie inzwischen auch großformatigen Skulpturen dienen. Dabei versteht es Jaana Caspary meisterlich, vermeintlich banale Objekte künstlerisch höchst eigenwillig in abstrakte ästhetische Eigenwelten zu überführen. In perfekter handwerklicher Arbeit bedient sie sich klassischer Bildhauermaterialien wie Bronze oder Marmor ebenso wie Beton, Gips oder Kunststoff.
Jaana Caspary hat bereits den Weg einer beachtlichen künstlerischen Karriere beschritten und engagiert sich darüber hinaus auch gemeinsam mit Künstler-Kolleg*innen als Kuratorin wie seit 2018 in dem „Skulpturen Projekt Hardt“.
Von der Heydt-Kulturpreis
Seit 1950 wurden über 100 Persönlichkeiten und Ensembles mit dem Von der Heydt-Kulturpreis der Stadt Wuppertal ausgezeichnet, darunter Heinrich Böll, Alice Schwarzer, Pina Bausch, Tony Cragg, Tom Tykwer oder Eugen Egner. Das vierzehnköpfige Kuratorium des Preises setzt sich aus fachkundigen Bürger*innen, die vom Kulturausschuss gewählt wurden, und Mitglieder, die von den Ratsfraktionen nominiert wurden, zusammen. Mit dem Preis werden Künstler*innen ausgezeichnet, die durch ihr Leben und Wirken mit dem Bergischen Land verbunden sind und zugleich künstlerisch national und international tätig sind. Der Hauptpreis ist mit 12.500 Euro dotiert und der Förderpreis mit 5.000 Euro.
Die Verleihung ist für den 27. November vorgesehen.