Das Ziel ist klar definiert: Junge Menschen sollen tatkräftig unterstützen können, ohne dass ihr Einsatz an finanziellen Sorgen scheitert. Gleichzeitig möchte die Stadt die wertvolle Arbeit der Jugend sichtbarer machen und nachhaltig stärken.
Stipendium soll den Rücken freihalten
„Ich freue mich sehr, dass wir mit dem Ehrenamtsstipendium ein starkes Zeichen für unsere engagierte Jugend setzen und finanzielle Hürden abbauen, damit Engagement nicht am Geldbeutel scheitert“, erklärt Oberbürgermeisterin Miriam Scherff. Sie betont weiter: „Unsere Stadt lebt vom Einsatz der jungen Generation, und mit dieser Unterstützung möchten wir ihnen den Rücken freihalten, damit sie ihre Ideen und ihre Energie voll entfalten können.“
Das Angebot richtet sich an alle zwischen 16 und 27 Jahren, die entweder in Wuppertal wohnen oder sich hier bereits ehrenamtlich einbringen. Wer ausgewählt wird, erhält über ein ganzes Jahr hinweg monatlich 150 Euro zur freien Verfügung. In jedem Durchgang werden insgesamt zehn dieser Plätze vergeben. Da gerade die Zeit während der Schule, der Ausbildung oder des Studiums oft finanziell knapp bemessen ist, hilft das Geld dabei, den Kopf für das Gemeinwohl frei zu haben.
Gerechtes Auswahlverfahren
Damit wirklich jeder eine faire Chance bekommt, gibt es bewusst keine strengen Vorgaben zur Dauer oder zum exakten Umfang der Tätigkeit. Die Stadt möchte den Zugang so einfach wie möglich gestalten und niemanden ausschließen, nur weil der Alltag wenig Spielraum lässt. Auch das Auswahlverfahren ist besonders gerecht gestaltet: Eine vielfältige Jury aus Politik, Verwaltung und Bürgerschaft wählt zunächst fünf Personen aus. Die restlichen fünf Plätze werden unter allen anderen geeigneten Bewerbungen verlost. So spielen nicht nur die besten Präsentationsfähigkeiten eine Rolle, sondern das Glück hilft dabei, die Chancengleichheit zu wahren.
Die Bewerbung ist unkompliziert und erfolgt rein digital über das Portal www.talbeteiligung.de (Öffnet in einem neuen Tab). Neben der monatlichen Finanzspritze dürfen sich die Teilnehmenden auf ein Begleitprogramm freuen, das Vernetzung und persönlichen Austausch durch Workshops ermöglicht. Die Stabsstelle für Bürgerbeteiligung betont dabei, dass man die gesamte Vielfalt der Wuppertaler Stadtgesellschaft abbilden möchte. Der erste Durchlauf startet nach der aktuellen Vorbereitungsphase im zweiten Halbjahr 2026.