Wie wollen wir im Alter leben? Wer versorgt uns, wenn wir Hilfe brauchen? Diese Fragen stellt die Stadt Wuppertal ab dem 8. Mai ihren Bewohnern. Gemeinsam mit den Trägern der Wohlfahrtspflege hat das Sozialamt einen Fragebogen entwickelt. Die Fachleute möchten genau wissen, was sich die Menschen für die Zukunft erhoffen und auch wie sie die aktuelle Pflegesituation erleben. Dabei hilft die Stabsstelle für Bürgerbeteiligung, damit möglichst viele Stimmen Gehör finden.
„Der Zeitpunkt für den Start könnte kaum passender sein. Am 12. Mai begeht die Welt den Internationalen Tag der Pflege. Wuppertal nutzt diesen Anlass, um die Weichen für die kommenden Jahre zu stellen. Wer an der Umfrage teilnimmt, gestaltet das soziale Gesicht der Stadt aktiv mit. Jede Antwort liefert wertvolle Erkenntnisse darüber, wo der Schuh drückt und welche Angebote in den Quartieren fehlen“, erläutert Annette Berg, Beigeordnete für Soziales, Jugend, Schule und Integration der Stadt Wuppertal.
Die Teilnahme ist ganz einfach und nimmt nur wenig Zeit in Anspruch. Interessierte finden den Fragebogen auf dem Beteiligungsportal der Stadt. Bis zum 7. Juni läuft die Aktion. Wer Unterstützung benötigt oder lieber auf Papier antwortet, erhält Hilfe und die Unterlagen über die angegebenen Kontaktdaten. Das Sozialamt bittet ausdrücklich alle Altersgruppen um ihre Meinung, da Pflege früher oder später fast jeden Menschen selbst oder als Angehöriger betrifft.
Die gesammelten Daten verschwinden nicht in der Schublade. Sie dienen als direkte Arbeitsgrundlage für die große Zukunftskonferenz Pflege in Wuppertal. Im kommenden Oktober kommen Fachleute zusammen, um unter anderem konkrete Pläne aus den Wünschen und Anliegen der Bürger zu schmieden. So stellt die Stadt sicher, dass Experten nicht an der Realität vorbeiplanen. Wer heute seine Stimme abgibt, sorgt für ein lebenswertes Wuppertal von morgen.