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WuppertalPressemeldung – 08.05.2026

„Für euch“: Museum für Frühindustrialisierung eröffnet am 9. und 10. Mai bei freiem Eintritt

Am Wochenende des 9. und 10. Mai eröffnet das Museum für Frühindustrialisierung in Wuppertal neu – mit freiem Eintritt an beiden Tagen. Unter dem Claim „Für euch“ richtet sich das Museum an ein breites Publikum und lädt dazu ein, die Geschichte der Industrialisierung aus unterschiedlichen Perspektiven zu entdecken.

„Ich freue mich, dass das Museum für Frühindustrialisierung nun wieder eröffnet – und das mit einem modernen, zeitgemäßen Konzept“, erklärt Oberbürgermeisterin Miriam Scherff. „Damit wird das Ensemble hier am Engelsgarten wieder komplett, das wunderschön sanierte Engels-Haus und die Remise rücken nun enger zusammen. Mit der neuen Konzeption machen wir ein Angebot an Menschen allen Alters, sich mit der Geschichte der Industrialisierung und der Geschichte Wuppertals zu befassen. Die Ausstellung kombiniert dabei geschickt historische Ausstellungsstücke mit multimedialen Präsentationen, so dass die Besucherinnen und Besucher sich im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild von den Zuständen vergangener Zeiten machen können.“ 

Von der Arbeitswelt bis zu Alltagsprodukten

Staatsminister Dr. Wolfram Weimer, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien: „Kulturbauten verankern unsere Gegenwart in der Vergangenheit und geben so Orientierung für die Zukunft. Museen haben dabei einen ganz aktuellen Auftrag: Sie begleiten den gesellschaftlichen Wandel und zeigen seine Chancen auf. Die Industrialisierung prägt unser Leben bis heute – von der Arbeitswelt bis zu Alltagsprodukten. Ein Museum zu ihren Anfängen macht diese Zusammenhänge unmittelbar erfahrbar. Gerade die Stadt Wuppertal spielte bei der Industrialisierung eine führende Rolle in Europa. Zur Wiedereröffnung des Museums für Frühindustrialisierung gratuliere ich herzlich. Mit großem Engagement und wissenschaftlicher Expertise wurde ein bedeutender Ort für Begegnung, Bildung und Inspiration weiter gestärkt. Die Förderung des Bundes in Höhe von 2,5 Millionen Euro unterstreicht seine überregionale Bedeutung.“

Aus der Geschichte für die Gegenwart lernen

Dr. Lars Bluma, Direktor Museum Industriekultur Wuppertal: „Die Industrialisierung, die vor mehr als 200 Jahren begann, setzte die Menschen enormen Veränderungen in allen Bereichen ihres Lebens aus. Auch heute leben wir wieder in einer Phase, die bereits enorme Veränderungen gebracht hat und noch bringen wird. Können wir aus der Geschichte der Frühindustrialisierung des Wuppertals, wie die Menschen in vergangenen Zeiten auf die einschneidenden Veränderungen reagiert haben, etwas für das Verständnis und den Umgang mit der Gegenwart und unserer Zukunft lernen? ich glaube: Ja. Darin sehe ich eine zentrale Aufgabe des Museums für Frühindustrialisierung, dadurch erhält es eine Relevanz, die weit über eine lokale Stadtgeschichte hinausgeht.“

Barrierefrei und neu gestaltet

Das städtische Gebäudemanagement war für die bauliche Ertüchtigung der Remise und der Fabrik zuständig. Ziel war die Anpassung der Baustruktur an die neugestaltete Museumskonzeption. Das Gebäude-Ensemble ist nun barrierefrei angebunden. Gleichzeitig wurde während der Anpassungen zur Neugestaltung der Dauerausstellung das Café innerhalb der Fabrik errichtet. Die Kosten für den Umbau belaufen sich auf 2,5 Millionen Euro.

Die neu gestaltete Ausstellung zeigt, wie sich das Wuppertal zu einem frühen industriellen Zentrum entwickelte. Thematisiert werden technische Innovationen ebenso wie die tiefgreifenden Veränderungen von Arbeit, Alltag und Gesellschaft. Dabei setzt das Museum auf eine anschauliche und zugängliche Vermittlung, die historische Inhalte mit aktuellen Fragestellungen verbindet – barrierefrei, klassisch und multimedial.

Tag der Industriekultur

Der 10. Mai steht zugleich im Zeichen des „Tags der Industriekultur in Wuppertal“. Aus diesem Anlass bietet das Museum ein umfangreiches Familienprogramm mit Führungen, Mitmachstationen und Angeboten für Kinder und Erwachsene. Das Programm folgt dem Leitgedanken „Für euch“ und macht industrielle Geschichte als gemeinsames Erlebnis erfahrbar.

Die Wiedereröffnung markiert zugleich den Abschluss einer umfassenden Modernisierung des Museumsstandorts in Wuppertal-Barmen. In diesem Zuge wurde das Engels-Haus denkmalgerecht saniert und mit einer neuen Dauerausstellung zu Leben und Werk von Friedrich Engels ausgestattet. Ergänzt wird der Standort durch ein neu errichtetes, modernes Besucherzentrum, das den Zugang zum Ensemble deutlich verbessert und neue Angebote für Besucherinnen und Besucher schafft.

Ensemble rückt zusammen

Das Museum für Frühindustrialisierung wurde als eines der ersten Industriemuseen mit sozialhistorischer Ausrichtung in Deutschland im Jahr 1983 eröffnet. Es befindet sich in zwei authentischen Gebäuden, der Kannegießerschen Fabrik und der Reddehaseschen Remise. 

Mit der Wiedereröffnung positioniert sich das Museum für Frühindustrialisierung als offener Ort der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und ihren Bezügen zur Gegenwart und Zukunft – für ein vielfältiges Publikum in der Stadt und darüber hinaus.

Förderung

Gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Gefördert vom LVR Landschaftsverband Rheinland.

Öffnungszeiten am Eröffnungswochenende

Samstag, 9. Mai, und Sonntag, 10. Mai, jeweils 10 bis 18 Uhr

Eintritt an beiden Tagen frei

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stefanie vom Stein
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