Auch Oberbürgermeisterin Miriam Scherff und Annette Berg, Beigeordnete für Soziales, Jugend, Schule & Integration, nahmen an der Veranstaltung teil, um den Jugendlichen für ihr Engagement im Projekt zu danken.
Diese Ideen haben sich durchgesetzt
Vom 21. September bis zum 18. Oktober standen 29 Ideen von Jugendlichen für Barmen auf dem Online-Wahlzettel zur Auswahl. Die Ideen reichten von neuen Sport- und Freizeitangeboten bis hin zu Kultur- und Partyveranstaltungen. Im kommenden Jahr werden die Projekte mit den meisten Stimmen mit insgesamt 50.000 Euro von der Stadt Wuppertal finanziert. Durchgesetzt dafür haben sich in der Abstimmung diese vier Gewinner-Ideen:
- Platz 1: „Kostenloses Trinkwasser“ (453 Stimmen): Mit einem Budget von 10.000 Euro wird ein Wasserspender in einem öffentlichen Gebäude in Barmen installiert, um ganzjährig kostenlosen Zugang zu Trinkwasser zu gewähren.
- Platz 2: „Grüne Oasen“ (260 Stimmen): Mehr Natur für betonierte Plätze, Kreuzungen oder die Innenstadt: Ein Budget von 15.000 Euro soll genutzt werden, um Barmen 2027 grüner zu machen.
- Platz 3: „Bänke an der Wupper“ (242 Stimmen): Für mehr Aufenthaltsqualität sollen mit einem Budget von 15.000 Euro Bänke aufgestellt werden, die zum Verweilen und Treffen einladen.
- Platz 4: „Partyreihe für 14-18-Jährige“ (231 Stimmen): Mit 10.000 Euro Budget stellt das Jugendcafé Barmen ein Event-Format für die jüngere Zielgruppe auf die Beine, das im kommenden Jahr für sichere Party-Erlebnisse im Stadtbezirk sorgt.
Themen, die auch andere Altersgruppen betreffen
„Mit der Idee des Trinkwasserspenders hat sich tatsächlich der Vorschlag durchgesetzt, der schon in der ersten Phase der Ideeneinreichung am häufigsten genannt wurde. Mit den Projekten sprechen die Jugendlichen außerdem Themen an, die auch andere Altersgruppen in Barmen beschäftigen – zum Beispiel mehr Grün und mehr Aufenthaltsmöglichkeiten.“, resümiert Mara Brinkmann, Referentin für Bürgerbeteiligung bei der Stadt Wuppertal, die das Projekt gemeinsam mit ihrem Kollegen Jonas Niemann verantwortet. Die Stabsstelle Talbeteiligung – Engagement, Dialog und Beteiligung wurde bei dem Projekt durch das Jugendamt beraten. Jonas Niemann ergänzt: „Gleichzeitig freuen wir uns, dass mit der Partyreihe auch eine Idee umgesetzt wird, die sehr spezifisch von der Zielgruppe für die Zielgruppe des Jugendbudgets ist und für deren Umsetzung wir direkt zurück ins Jugendcafé kommen.“
Weitere Möglichkeiten Fördermittel zu akquirieren
Neben der Verkündung des Abstimmungsergebnisses erhielten Jugendliche auf der Abschlussveranstaltung auch Informationen zu alternativen Anlaufstellen und Fördermöglichkeiten für Ideen, die nicht über das Jugendbudget finanziert werden können. So verwies das Team der Stabsstelle Talbeteiligung – Engagement, Dialog und Beteiligung unter anderem auf den Verfügungsfonds für die Barmer Innenstadt (Öffnet in einem neuen Tab) und die Förderdatenbank der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) (Öffnet in einem neuen Tab).
Pilotprojekt Jugendbudget wird ausgewertet
Das Jugendbudget Barmen startete im Frühjahr dieses Jahres als breit angelegtes Pilotprojekt, um jungen Menschen im Stadtbezirk Barmen eine direkte Mitbestimmung bei der Gestaltung ihres Stadtbezirks zu ermöglichen. Nach der Ausarbeitung der Ideen in einer Werkstatt im Juli und der anschließenden Online-Abstimmung im Herbst werden die vier nun verkündeten Top-Ideen im Jahr 2027 finanziert und umgesetzt. Wie es mit dem Jugendbudget langfristig weitergeht, entscheidet sich ebenfalls im kommenden Jahr: Nach einer umfassenden Auswertung des Pilotprojekts werden Stadtverwaltung und Politik gemeinsam darüber beraten, in welcher Form das Projekt fortgeführt wird.