Gemeinsam mit Bildungsdezernentin Annette Berg und den Regionalkoordinatorinnen der Schulaufsicht wird mit Unterstützung der REAB NRW ein neuer Lenkungskreis aufgestellt, der als strategisches Steuerungselement die künftige Richtung der lokalen Bildungslandschaft prägen soll.
Anforderungen an Bildung wachsen kontinuierlich
„Die Anforderungen an Bildung wachsen kontinuierlich. Umso wichtiger ist es, spezifische Bedarfe wahrzunehmen, vorhandene Potenziale zu bündeln und regionale Akteure an einen Tisch zu bringen“, erläutert Annette Berg. Genau hier setzen die Regionalen Bildungsnetzwerke an: Gemeinsam fokussieren Kommune, Schulaufsicht, regionale Akteure und Zivilgesellschaft wesentliche Handlungsfelder der Region. „Damit sind die Regionalen Bildungsnetzwerke ein wichtiger Erfolgsfaktor für eine vernetzte Bildungslandschaft vor Ort. Sie setzen sich aktiv für eine gute und gerechte Bildung vor Ort ein und fördern Austausch und Kooperation der Bildungsakteure in der Region“, so Berg.
Vernetzung und Vorbereitung
Die Regionalen Bildungsbüros stehen für die Sichtbarkeit und Außenwirkung der Regionalen Bildungsnetzwerke in der täglichen Arbeit und bilden deren Geschäftsstelle. Das Regionale Bildungsbüro Wuppertal gehört zum Stadtbetrieb Schulen und übernimmt die operative Koordination des Netzwerks, indem es Sitzungen des Lenkungskreises vorbereitet, Bildungskonferenzen organisiert, lokale Bildungsakteure vernetzt sowie konkrete Projekte der regionalen Bildungslandschaft umsetzt.
Aktuelle Projekte
So entstehen durch die Arbeit des Bildungsbüros bessere Chancen: Kinder, Jugendliche und Erwachsene profitieren von passgenauen Bildungs- und Förderangeboten direkt vor Ort. Es wird mehr Transparenz hergestellt: Lokale Bildungswege und Angebote werden gebündelt und für Familien leichter durchschaubar gemacht. Und die Reaktionen können schnell erfolgen: Das Netzwerk ermöglicht es, zügig auf aktuelle Herausforderungen wie Digitalisierung, Inklusion und schulischen Übergänge zu reagieren.
Aktuelle plant das Regionale Bildungsbüros diese Projekte:
- Netzwerk Autismus: Schaffung einer bedarfsgerechteren Struktur für immer mehr Kinder im Autismus-Spektrum
- Vernetzung von Startchancen-Schulen: betrifft fast jede zweite Wuppertaler Schule, Schaffung von mehr Bildungsgerechtigkeit
- Projektleitung der Arbeitsgruppe ABC-Klassen: geplante, verpflichtende Vorschulklassen, könnte jedes zweite Wuppertaler Vorschulkind betreffen
- Koordination Sprachbildung: Sprachbildungskoordinierung für den sprachsensiblen Unterricht an den Schulen im Regierungsbezirk Düsseldorf
Um diesen strukturellen Neuaufbau professionell zu gestalten, hat die Kommune eine Rahmenvereinbarung mit der REAB NRW geschlossen. Die Landesagentur begleitet den gesamten Prozess methodisch. Sie unterstützt die Stadt dabei, Bildungsdaten gezielt auszuwerten, um fundierte Entscheidungen für eine zukunftsfähige, analog-digital vernetzte Bildungslandschaft zu treffen.