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WuppertalPressemeldung – 05.10.2026

Gemeinsame Lösung für die historische Odoakerstraße: Bezirksvertretung und Verwaltung ziehen an einem Strang

Nach den Leitungsverlegungen der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) im Bereich des Langerfelder Marktes und der Odoakerstraße geht es nun an die Wiederherstellung der Straßenoberfläche. Dass der historische Charakter des alten Ortskerns rund um die evangelische Kirche dabei gewahrt bleibt, ist ein gemeinsamer Erfolg.

Zu verdanken ist das dem Zusammenspiel zwischen der Wuppertaler Fachverwaltung und der Bezirksvertretung Langerfeld-Beyenburg. In enger und konstruktiver Abstimmung haben Politik und Verwaltung eine Lösung erarbeitet, die Denkmalschutz und Haushaltsdisziplin harmonisch vereint.

Bergische Fachwerkbauweise

Die Odoakerstraße im Wohnquartier Langerfeld-Mitte zeichnet sich durch ihre historische, bergische Fachwerkbauweise aus. Zum Zeitpunkt der Planung und Vorbereitung der Straßenbauarbeiten befand sich die Stadt Wuppertal in der vorläufigen Haushaltsführung, das Haushaltssicherungskonzept war bereits beschlossen. Aus diesem Grund hat die Fachabteilung zunächst die wirtschaftlichste Variante – eine reine Asphaltfläche – vorgesehen.

Granitpflaster vor denkmalgeschützten Gebäuden

Da der Bezirksvertretung eine optisch ansprechende und dem Denkmalbereich angemessene Gestaltung ein großes Anliegen war, suchte sie den direkten Dialog mit der Fachverwaltung. Gemeinsam wurde eine Anpassung entwickelt, die das historische Stadtbild aufwertet: Auf der nördlichen Straßenseite – unmittelbar vor den denkmalgeschützten Gebäuden – wird hochwertiges Granitpflaster verlegt, das bis zu einer neuen Pflasterrinne aus Basalt führt. Dadurch wird die Pflasterung des Langerfelder Marktes optisch ansprechend aufgenommen und bis zur Kirche weitergeführt. Lediglich die eigentliche Fahrbahn wird in Asphalt hergestellt. Durch diese optimierte Aufteilung verändert sich das Gefälle leicht, sodass eine etwas stärkere Querneigungen der Fahrbahn entstehen wird.

Bezirksvertretung übernimmt Zusatzkosten

Die für diese maßgeschneiderte Gestaltung anfallenden Zusatzkosten von rund 50.000 Euro übernimmt die Bezirksvertretung Langerfeld-Beyenburg aus ihren freien Mitteln. Um die Umsetzung nahtlos zu ermöglichen, beschloss das Gremium die Finanzierung am Montag, den 28. September, in einer eigens dafür einberufenen Sondersitzung.

Aufgrund der handwerklich aufwendigeren Gestaltung und der zusätzlichen Materialbeschaffung wird sich die Fertigstellung der Maßnahme etwas verzögern. Verwaltung und Bezirksvertretung sind sich jedoch sicher, dass das gelungene Endergebnis das historische Viertel langfristig bereichern und die Bürgerinnen und Bürger für die längere Wartezeit entschädigen wird. Eine Fertigstellung ist für Ende Oktober vorgesehen, sofern in der Bauphase geeignete Witterung herrscht.

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