Am Donnerstagnachmittag hat sich in einem Altbau an der Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße und Varresbecker Straße ein Teil einer Stuckdecke gelöst. Die Trümmer fielen auf die Stufen des Treppenhauses. Da weitere Teile herabzustürzen drohen, ist das Treppenhaus derzeit nicht nutzbar. Die Feuerwehr Wuppertal evakuierte daraufhin neun Personen aus dem Gebäude. Einsatzkräfte retteten die Mieter aus dem ersten Obergeschoss über eine Drehleiter. Die Personen aus dem Erdgeschoss verließen das Haus eigenständig. Zur Betreuung stellte die Wuppertaler Stadtwerke einen Bus bereit. Während des Einsatzes sperrte die Polizei den Bereich zwischen der Stockmannsmühle und dem Deutschen Ring.
Haus ist standsicher
Die Betroffenen konnten nach dem Einsatz persönliche Gegenstände aus ihren Wohnungen holen. Die Wohnungsnothilfe der Stadt Wuppertal stellte in der vergangenen Nacht die Unterbringung der Menschen sicher. Ein Baufachberater des Technischen Hilfswerks untersuchte das Haus noch am Abend gründlich. Er gab Entwarnung bezüglich der Standsicherheit des Gebäudes. Das Haus ist nicht einsturzgefährdet.
Rettungsweg notwendig
Bei einer Ortsbesichtigung am Freitag, 16. Oktober, beriet die städtische Bauaufsicht gemeinsam mit der Hausverwaltung über das weitere Vorgehen. Zwei Mietparteien können ihre Wohnungen wieder nutzen, weil diese über alternative Zugänge erreichbar sind. Die übrigen Einheiten bleiben vorerst gesperrt, da der beschädigte Treppenraum als erster Rettungsweg dient.
Schutzgerüst im Treppenhaus soll schnell abhelfen
Um sämtliche Wohnungen schnellstmöglich wieder freizugeben, vereinbarten Stadt und Hausverwaltung einen konkreten Fahrplan. Handwerker errichten kurzfristig ein Schutzgerüst im Inneren des Treppenraums. Diese Konstruktion fängt eventuell nachfallenden Stuck zuverlässig ab und schützt die Bewohner vor Verletzungen. Sobald das Schutzgerüst steht und der Rettungsweg damit abgesichert ist, können alle Mieter in ihre Wohnungen zurückkehren. Die genaue Höhe des entstandenen Sachschadens steht noch nicht fest.