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WuppertalPressemeldung – 09.10.2026

Zukunftskonferenz „Pflege 2036 in Wuppertal“

Wie soll die Pflege in Wuppertal im Jahr 2036 aussehen? Dieser Frage gingen rund 100 Teilnehmende bei der „Zukunftskonferenz Pflege 2036 in Wuppertal“ nach.

Sie kamen aus der Wuppertaler Trägerlandschaft, aus Gremien, Vereinen, Verwaltung und der Politik. Unter dem Motto „Gemeinsam Ideen entwickeln – für eine Pflege, die zur Stadt und zu den Menschen passt“ erarbeiteten sie einen ganzen Tag lang konkrete Ansätze für die Zukunft der Pflege in der Stadt.

Stadt und Träger gemeinsam

Die Konferenz wurde federführend vom Sozialamt der Stadt Wuppertal organisiert und gemeinsam mit Trägern der Pflege und der Freien Wohlfahrtspflege entwickelt: dem Paritätischen NRW Kreisgruppe Wuppertal, dem Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Bergisch Land e.V., dem Nachbarschaftsheim Wuppertal, den Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz Bergisches Land, der DRK-Schwesternschaft Wuppertal und der Dr. Heinrich Feuchter-Stiftung. So ist eine Veranstaltung entstanden, die die Perspektiven von Verwaltung und Praxis von Anfang an zusammenbringt.

Im Frühjahr wurde gemeinsam mit der Stabsstelle Talbeteiligung der Stadt Wuppertal eine Bürgerbefragung zum Thema Pflege in der Zukunft durchgeführt. Die ausgewerteten Befragungsergebnisse bildeten eine Arbeitsgrundlage für die Erarbeitung der Ideen auf der Zukunftskonferenz. Auch in den Vorträgen kamen die Ergebnisse immer wieder zur Sprache.

Erfahrungen der Betroffenen fließen mit ein

So konnten die Anliegen, Erfahrungen und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger an diesem Tag mitgedacht werden, auch wenn sie bei der Fachveranstaltung nicht dabei waren. Ganz nach dem Motto: Wer Pflege gestalten will, sollte den Menschen zuhören, die sie erleben.

Eröffnet wurde die Konferenz von Annette Berg, Beigeordnete für Soziales, Jugend, Schule und Integration der Stadt Wuppertal. In Ihrer Begrüßung machte Berg deutlich, wie wichtig es ist, gemeinschaftlich an dieser Lebensphase zu arbeiten. Grußworte sprach außerdem Lutz Middelberg, Geschäftsführer des Paritätischen NRW, Kreisgruppe Wuppertal.

Fünf Zukunftsthemen im Fokus

In fünf Impulsvorträgen stellten Expertinnen und Experten die zentralen Zukunftsthemen vor: Johannes Stein (Trainer und Berater) und Dr. Jonathan Seim (Stabsstelle Talbeteiligung, Stadt Wuppertal) sprachen über Bürger*innenbeteiligung, Christian Heerdt (Kuratorium Deutsche Altershilfe) machte beim Thema Pflege im Quartier folgendes klar: „Pflege im Quartier beginnt dort, wo aus einzelnen Angeboten eine verlässliche Unterstützungsstruktur wird“. Martina Völker und Igor Birindiba Batista (Stabsstelle Gleichstellung und Antidiskriminierung, Stadt Wuppertal) widmeten sich der diversitätssensiblen Pflege, Ulrike Häcker (Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben) der Versorgung an Schnittstellen und Johanna Elfering (Gesundheitsregion KölnBonn e.V.) gab Impulse zu Digitalisierung, KI und innovativen Versorgungsformen.

Projektgalerie: Gute Beispiele aus Wuppertal zum Nachmachen

In einer Projektgalerie wurden den Trägern bereits bestehende, zukunftsweisende Projekte aus Wuppertal vorgestellt – aus Pflege, Quartiersarbeit und Gesundheitsversorgung. Die Beispiele zeigen, was in der Stadt schon heute gelingt, und sollen ausdrücklich zum Nachmachen anregen. Im direkten Austausch mit den Projektverantwortlichen erfuhren die Teilnehmenden, wie die Projekte entstanden sind, wie sie umgesetzt werden und was es braucht, um sie auf andere Einrichtungen oder Stadtteile zu übertragen.

Von der Idee zum Projekt: Ergebnisse der Zukunftswerkstätten

Am Nachmittag wurden die fünf Themen in parallelen Zukunftswerkstätten weitergedacht. Ziel war es, konkrete Ideen und erste Projektansätze für die nächsten Schritte zu entwickeln. Im abschließenden Ergebnisforum stellten die Werkstätten ihre Kernergebnisse vor. Anschließend stimmten die Teilnehmenden im Plenum darüber ab, welche Projektansätze gemeinsam in welcher Form weiterverfolgt werden sollen.

Wie es weitergeht

Die Ideen werden nun mit in die Alten- und Pflegeplanung beim Sozialamt sowie die bestehenden Netzwerke genommen und thematisch in den Gremien der Stadt, also der Gesundheits-, Alters-, und Pflegekonferenz und dem Sozialausschuss platziert. Damit alle Ideenansätze in geeignetem Rahmen weiterverfolgt werden und einen Platz finden, wird nun ein Konzept zur Pflege in der Zukunft durch die Sozialplanung des Sozialamtes erstellt.

Das Motto zum Abschluss der Konferenz fasste Annette Berg so zusammen: „Pflege 2036 in Wuppertal entsteht aus dem, was heute begonnen wurde.“

Im Nachgang wird eine Dokumentation der Konferenz erstellt und veröffentlicht.

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